Mesut Pazarci: Abstrakter Geldwert oder solider Sachwert?

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

Ein Jeder nutzt täglich Geld, aber niemand macht sich Gedanken darüber, was Geld eigentlich ist, wie es entsteht und welche Risiken existieren.

Früher wurde Handel betrieben, indem man die Dinge die man hatte gegen Dinge eintauschte, die man brauchte. Später wurde Geld als Ersatz dafür verwendet. Dadurch wurde es möglich, Handel zu treiben, indem man seine Waren oder Leistungen in ein universelles Medium umtauschen konnte, welches jeder jederzeit auch zurücktauschte. Man nahm dafür Geld, ein Tauschmittel, welches alle Handelspartner als Zahlungsmittel akzeptierten und gleich bewerteten. Durch die Verwendung von Geld konnte man Waren und Leistungen dann kaufen, wenn sie benötigt wurden und nicht, wenn man selbst etwas zum Tauschen anzubieten hatte. Das war eine echte Revolution für den Handel. Die Währung war ein großer Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Wie stark eine Wirtschaft daraus ihren Nutzen zieht, wenn Geld in Bewegung bleibt und ausschließlich als Tauschmittel eingesetzt wird, zeigt eine beeindruckende Begebenheit aus unserer Geschichte über die so genannten Brakteaten.

Nach neueren Forschungserkenntnissen von Prof. Dr. Arthur Suhle hatte Erzbischof Hartwig von Magdeburg, der von 1079 bis 1102 regierte, damit begonnen, die um diese Zeit zur Aufnahme eines großen Münzbildes schon ziemlich großflächig und dünn gewordenen Silberpfennige einseitig schlagen zu lassen. Jedoch war es Erzbischof Wichmann von Seeburg, der anno 1152 von Barbarossa in Magdeburg eingesetzt worden war, der diese einseitig geprägten Blechmünzen (Brakteaten genannt) in den Umlauf brachte. Diese wurden zweimal pro Jahr zum Umtausch aufgerufen. Für 12 alte Münzen erhielt man beim Wechsel nur 9 neue. Die 3 verbleibenden Münzen galten als Steuer, die damit auf sehr günstige Weise eingetrieben wurde. Der Effekt war, dass es unattraktiv war, Geld lange zu behalten. Geld wurde also ausgegeben, kaufte Waren und Leistungen und somit florierte jedes Gewerbe. Einfache Menschen lebten dadurch in Wohlstand. Mangel gab es nicht. Dies führte bald zur größten Schaffensperiode der Geschichte. Die Zeit der zahlreichen Städtegründungen nahm ihren Anfang und erreichte im Jahre 1350 ihren Höhepunkt. Es war der Beginn des so genannten „goldenen Mittelalters“ welches sich von ca. 1150 bis etwa 1450 erstreckte. Der Start sämtlicher großartigen Kirchenbauten fiel in diese Periode. Die Brakteaten wurden vor dem halbjährlichen Wechsel gerne zinslos verliehen, an die Kirche gespendet bzw. rasch wieder in den Umlauf gebracht. Aus jener Zeit stammen die heute noch bekannten Sätze wie „Stadtluft macht frei“ oder „Handwerk hat goldenen Boden“. Ein Arbeiter hatte eine 30-Stunden-Woche und 153 arbeitsfreie Feiertage – wesentlich mehr als heute. Es war möglich, von einem Monatslohn eine Wohnung zu kaufen. Bauern besaßen silberne Knöpfe und nahezu jeder Gasthof servierte seine Speisen mit Silberbesteck. Der Begriff goldenes Mittelalter traf es wahrlich.

Mit dem Zins kam der Absturz

Um 1450 erschlichen sich die Fugger einen Weg zum Machtgewinn durch Zins und bals darauf gab es eine echte Zinswirtschaft. Mit dem Wohlstand ging es rapide bergab. Das finstere Mittelalter löste das goldene Mittelalter ab. Die begonnenen Kirchenbauten konnten über viele Jahrhunderte wegen Geldmangel nicht zu Ende gebracht werden. Unzufriedenheit und große Unterdrückung in der Bevölkerung waren an der Tagesordnung. Letztendlich führte dies alles zu den Bauernkriegen.

Die Erkenntnis, wonach das nicht verzinste Geld, welches obendrein seinen Wert durch Besteuerung verlor, ein Segen für die Wirtschaft war und dass das verzinste Geld die Wurzel allen Übels für die Wirtschaft darstellt, wurde leider aus den Geschichtsbüchern getilgt. Das ist sehr taurig, denn viele Probleme gäbe es nicht, würde man ein wenig aus diesem Teil deutscher Geschichte lernen.

Damit Geld als Tauschmittel funktioniert, müssen sich Geld und Handelsgüter oder Dienstleistungen in einem Gleichgewicht befinden. Das bedeutet, Geld als Tauschmittel ist nur dann werthaltig, wenn der Wert der Münzen und Banknoten durch einen Sachwert untermauert wird. Früher waren die Münzen aus Edelmetallen wie Gold oder Silber, waren also schon aufgrund ihrer Beschaffenheit werthaltig. Später wurde Geld jedoch aus nichtedlen Metallen und wertlosem Papier hergestellt. Um trotzdem die Werthaltigkeit zu untermauern wurde die Währung in Gold hinterlegt, so dass die sich im Umlauf befindliche Geldmenge wirklich einen durch Gold gedeckten Gegenwert besaß. Da Geld jedoch nicht nur als Tauschmittel verwendet wurde, sondern Geld als Ware gehortet und für Zinsen verliehen wurde, wuchs die Geldmenge stetig an. Zins und Zinseszins führen dazu, dass sich die Geldmenge stetig erhöht. Der Zinseszins stellt eine mathematische Funktion dar, die sich gegen Unendlich entwickelt. Die Geldmenge wächst also – zumindest theoretisch – gegen Unendlich.

Selbstverständlich ist das unmöglich, denn es gibt ja gar nicht genug Geld. Was sich so stark entwickelt, ist das Buch- oder Giralgeld, Geld in Form von Zahlen auf Konten. Dieses Geld gibt es lediglich theoretisch. Es gehört nicht zu den gesetzlichen Zahlungsmitteln und stellt lediglich eine Art Schuldversprechen der Bank gegenüber demjenigen dar, auf dessen Namen das Konto lautet.

Die im Umlauf befindlichen Zahlungsmittel, also Geld in Form von Münzen und Banknoten, sind begrenzt. Die Menge dieses im Umlauf befindlichen Geldes stellt einen sehr geringen Bruchteil dessen dar, was sich als Buch- oder Giralgeld auf Konten befindet. Jedes Jahr nimmt das Giralgeld durch Zins und Zinseszins weiter zu.

Es ist ein mathematischer, unumstößlicher Fakt, dass ein Geldsystem, welches auf Zins und Zinseszins basiert, irgendwann aufhört zu funktionieren. Eine anzuratende Vorsorge kann also darin bestehen, Geldwerte in Sachwerte umzutauschen. Dabei spielen insbesondere Edelmetalle eine große Rolle, denn sie sind wertbeständig, beweglich und im Gegensatz zu z.B. Immobilien auch zu geringeren, wiederkehrenden Geldbeträgen erhältlich. Edelmetalle könnten in physischer Form sogar zu Hause deponiert werden, falls ein Save existiert. Ansonsten empfiehlt sich die Lagerung in einem Zollfreilager. Denn auch dort ist es möglich nach Absprache vorsprechen und seine Edelmetalle mitzunehmen.

Längst ist es im Bewusstsein der Menschen angekommen, dass es sinnvoll ist, ein Edelmetallportfolio aufzubauen und zu streuen. Mit dieser Strategie kann die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm einen stetig wachsenden Bedarf befriedigen, indem Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium angeboten werden. Diese Vorsorge sichert das Vermögen nachhaltig vor drohenden Finanzturbulenzen.

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Mesut Pazarci

Gold ist meine Welt. Mit physischem Gold konnte ich viele Kunden Jahr für Jahr nicht nur eine sichere sondern auch eine rentable Anlage bieten. Dadurch erreichte ich überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei meinen Vertriebspartner und in unserem Unternehmen.

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