Mesut Pazarci: Das große Geld mit binären Optionen?

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

Spannende Sachen geistern in Form von unerwünschter E-Mail-Werbung durch das Web. Besonders spannend sind die Nachrichten, in denen es um extreme Gewinne oder um rasch verdientes Geld geht. Ab und zu schaut der Verfasser mal, was sich hinter den Angeboten verbirgt. Dieses Mal ging es um Optionshandel.

1.700 Euro am ersten Tag! Wer will das nicht haben. Solche E-Mails landen täglich in den Mailboxen. Die meisten verschluckt der SPAM-Filter, der verhindern soll, dass solche unseriösen Offerten in den Posteingang gelangen können. Aber manchmal versagt der SPAM-Filter eben und offenbart eine Fülle an Fantasie. das große Geld gibt es zu verdienen und das Beste ist, man muss dafür nicht arbeiten. Wenig tun und viel bekommen, klingt schon mal nicht so übel. Also dann ans Werk und nachgeschaut, worum es sich handelt.

Wetten dass … ?

Man kommt auf eine Seite mit viel Trara und einigen Verweisen. Also: zuerst Sicherheitssoftware auf Maximum gestellt und dann draufgeklickt… Betätigt man diese Links, kommt man auf Anbieterseiten für Optionshandel. Die Aussage behauptet, dass Jedermann handeln kann. Jedermann soll also mit Optionen handeln können? Grundsätzlich kann jedermann mit allem Möglichen handeln. Die Frage ist, ob das Resultat zum Schluss erfreulich ist.

Der Entschluss wird gefasst, die Sache etwas näher zu abzuchecken. Also schnell einen Account angelegt und ein wenig „Spielgeld“ eingezahlt. Die Vertragsbedingungen müssen akzeptiert werden und sind eine Wissenschaft für sich. Man kann diese jedoch auf ein Minimum reduzieren, danach wird feststellt, dass der Anbieter keinerlei Haftung übernimmt und der Handelnde in vollem Umfang selbst für seine Handlungen verantwortlich ist. War ja nicht anders zu erwarten. Der Anbieter kann es sich schließlich nicht leisten, als Vermittler aufzutreten, auch, wenn es so ist.

Doch was nun? Ein Chatagent wird angeboten. Das war auch bitter nötig nach der anstrengenden Lektüre des Vertrages. Die Fragen zielen darauf ab, ob es machbar sein soll, mit Optionen zu handeln, der über keine Erfahrung verfügt. Die wenig überraschende Reaktion bejaht diese Frage. Man weist allerdings darauf hin, dass man schon ein wenig schauen sollte, welche Trends im Markt abzulesen sind. Und man solle die längerfristigen Optionen handeln.

Also, an´s Werk und eigene Erfahrungen gemacht! Aber wie soll man es machen? Was sind Optionen überhaupt? Optionen erscheinen undurchschaubar und komplex. Sind Sie auch. Optionen sind Wetten. Man gibt einen Tipp darauf ab, was passieren wird. Beim vorliegenden Angebot geht es um den Handel mit so genannten binären Optionen. Der Handel mit Binäroptionen soll für Anfänger einfach möglich sein. Jedoch braucht man ein gewisses Grundverständnis darüber, was dabei passiert.

Im Prinzip geht es darum, etwas zu einem bestimmten Wert zu einem späteren Zeitpunkt zu einem vereinbarten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Gehandelt wird alles Mögliche. Gängig sind jedoch Währungen, Aktien, Indexes, Rohstoffe usw. Es handelt sich dabei um ein bedingtes Termingeschäft. Bedingt deswegen, weil man durch den Kauf der Option ein Recht erwirbt und keine Pflicht. Der Options-Inhaber entscheidet einseitig, ob er die Option zum Ablauf ausübt oder verfallen lässt. Bei der Ausübung findet in der Regel ein Barausgleich statt, im Gegensatz zur Lieferung des Basiswertes, auf den die Option ausgeübt wurde. Der Verkäufer (auch Stillhalter genannt) erhält den Kaufpreis der Option und ist im Gegenzug bei Ausübung verpflichtet, den Basiswert zum vorher bestimmten Preis zu verkaufen oder zu kaufen. Wenn Optionen als Wertpapier gestaltet werden, handelt es sich dabei um Optionsscheine – diese sind für Privatanleger einfacher zu handeln als Basiswerte und erfordern aufgrund der kleineren Stückelung weniger Kapitaleinsatz. Sowohl Optionen als auch Optionsscheine sind für Trader interessant, da sie – je nach Ausstattungsmerkmalen mehr oder weniger große Hebeleffekte bieten und somit die Chance auf hohe Gewinne bei gleichzeitig entsprechend hohem Risiko.

Chancen und Risiken beim Optionshandel

Man hat also hohe Chancen – aha! Aber die Risiken sind ebenfalls hoch. Im ausgewählten Portal werden binäre Optionen mit verschiedener Laufzeit angeboten. Die kürzesten Handelsintervalle enden halbstündlich, die längsten zum Monatsende. Mit anderen Worten kann man sich also verschiedenste Posten aussuchen und darauf tippen, ob deren Kurse zum gewählten Ablauf steigen oder fallen werden. das Risiko ist dabei höher, je kürzer die Laufzeit der Option ist. Warum, das so ist, ist leicht erklärt. Angenommen der Rohstoff Gold hat im Bereich eines Monats eine fallende Tendenz. Wenn man sich die Verläufe der Kurse der einzelnen Tage innerhalb dieses Monats näher anschaut, erkennt man enorme Schwankungen. Wenn man also einen kürzeren Ablaufzeitraum zur nächsten halben Stunde beim Kauf einer Option wählt, kann man nie wissen, ob der Kurs innerhalb der nächsten Minuten steigen oder fallen wird. Wenn man sich also vom Trend, den der Goldkurs über längere Zeiträume vorwies, beeinflussen lässt, kann durchaus folgen, dass man beim Tipp auf einem kürzeren Zeitraum völlig daneben liegt.
Aber auch längerfristig kann man daneben liegen, denn niemand kann genau einschätzen, wann genau der Zeitpunkt für eine Trendwende gekommen ist.

Wenn man sich im kurzfristigen Bereich bewegt, hat der Optionshandel viel mit Glückspiel gemein. Die Chancen sind enorm hoch. Wenn man Glück hat, winken bis zu 71% Gewinn je Handel. Man kann also theoretisch alle halbe Stunde einen satten Gewinn einfahren.

Optionshandel birgt Suchtpotenzial

Parallelen zum Roulette sind nicht von der Hand zu weisen. Auch dort kann man seinen Einsatz jedes Mal verdoppeln, wenn man auf die richtige Farbe tippt. Aber Vorsicht, wer gewinnt, verfällt sehr leicht in eine Art Rausch. Dieser Zustand ist es, in den der Spielende in den Kasinos gebracht werden soll. Man gewinnt ein paar Mal und glaubt sich auf der sicheren Seite. Wenn sich das „Glück“ dann verabschiedet, rächt sich der Kontrollverlust fatal. Man verliert meist nicht nur das gewonnene Geld wieder. In den meisten Fällen wird alles verspielt, was habhaft ist. Das Problem ist, dass der verlierende Spieler eine Art Ehrgeiz entwickelt, den Verlust wieder auszugleichen. Dadurch ist er bereit jedes Mal erneut weiteres Geld einzusetzen und verspielt im schlimmsten Fall sein ganzes Hab und Gut.

Wie macht das Glückspiel so süchtig?

Offiziell sind fast eine halbe Million Bürger spielsüchtig. Die Dunkelziffer liegt vermutlich viel höher und die Tendenz ist steigend. Heutzutage muss man die Wohnung gar nicht mehr verlassen. Das Internet macht es möglich, im Online-Kasino den gleichen Kick zu erleben wie in der wirklichen Welt. Onlinebanking und die gewohnte Umgebung zuhause unterstützen es, dem Spiel zu verfallen. Wenn man erst einmal begonnen hat, ist der Punkt schnell erreicht, an dem man nicht mehr aufhören kann und die Kontrolle verliert.

Das mesolimbische System im Gehirn spricht auf eine Vielzahl von Reizen an. Eine Schlüsselrolle in diesem Belohnungsnetzwerk spielt der so genannte Nucleus accumbens. Er reagiert beispielsweise auf Essen oder Sex, aber auch auf den besonderen Kick beim Glücksspiel. Dabei ist die Reaktion auf Kokain und andere Drogen ungleich heftiger als auf Wurststulle und Co. Abhängig von der Reizstärke kommt es zur Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin durch das ventrale tegmentale Areal (VTA) und zu einer Stimulation des Nucleus accumbens. Folge: ein Gefühl der Euphorie.

Doch nicht allein der spontane Glücksrausch entscheidet darüber, ob wir eine Handlung später wiederholen. Verschiedene Hirnareale analysieren die Situation und versorgen den Nucleus accumbens mit weiteren Informationen: Der Mandelkern – auch Amygdala genannt – bewertet, wie angenehm eine Erfahrung ist. Die Abschätzung möglicher, mit dem Ereignis verbundener Risiken erfolgt im medialen Teil des präfrontalen Cortex, im Stirnlappen. Die nötigen Koordinaten über das »Wo« und »Wie« der belohnenden Erfahrung liefert der Hippocampus – das Eingangstor zum Gedächtnis. Um eine schädliche Überreizung dieses Systems zu vermeiden, wird es bei chronischer Stimulation herunterreguliert – wie, ist noch nicht bis ins Detail geklärt. In dieser Gewöhnungsphase gräbt sich die Sucht in das Gehirn ein: Der ersehnte Rausch lässt sich nur noch erleben, wenn immer öfter oder um steigende Beträge gezockt wird. Schließlich reagiert der Süchtige allein schon beim Anblick des Objekts der Begierde.

Mit dem mesolimbischen System hat die Natur eine Instanz geschaffen, die uns dazu anspornen soll, lebenserhaltenden Tätigkeiten nachzugehen. Essen oder Sex sind so genannte natürliche Belohnungsreize. Sie führen zur Ausschüttung des Gehirnbotenstoffs Dopamin. Die damit verbundenen Glücksgefühle animieren uns dazu, eben dieses Verhalten zu wiederholen. Doch das System ist nicht auf lebens- und arterhaltende Maßnahmen beschränkt: Auch die Reize unserer modernen Zivilisation, wie beispielsweise Geld, bringen es auf Trab. Das haben Wissenschaftler bei gesunden Probanden wiederholt nachgewiesen. (1)

Dem Spieler droht also sehr leicht eine schwer zu kontrollierende psychische Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit muss genauso behandelt werden wie die Abhängigkeit von Drogen. Aus diesem Grunde sollte man sich gut überlegen, ob man diese Büchse der Pandora wirklich öffnen möchte. Es ist durchaus möglich, dass man in die Abhängigkeit gleitet und am Ende sein ganzes Leben zerstört.

Beim Handel mit binären Optionen kommt es natürlich nicht so sehr wie beim Glücksspiel auf das „Glück“ an. Man kann schon ein wenig dafür tun, dass der Handel nicht zu einem kompletten „Glückspiel“ wird. Doch kann man das wirklich? Ist jeder ausreichend diszipliniert dafür? Das Problem ist die Gier. Die Gier sorgt dafür, dass wir Dummes tun. In diesem Fall, dass wir versuchen, mit kurzfristigsten Optionen das schnelle Geld zu machen. So lange es funktioniert, verfällt man in den gleichen Zustand wie ein Roulettespieler auf der Straße des Glücks. Und wehe man verliert, auch beim Optionenhandel wird man vom Ehrgeiz gepackt und möchte Verluste zurückverdienen.

Spätestens hier soll die Hypothese vom Anfang noch einmal aufgegriffen werden: Jedermann kann handeln? Physisch schon, das steht außer Frage! Doch ist jeder in der Lage das nötige Maß an Disziplin und Kontrolle aufzubringen? Und ist jeder in der Lage zu verstehen, was da genau getan wird? Jeder, der mit Optionen handelt sollte einen kühlen Kopf bewahren, nicht leicht in Euphorie verfallen wenn er gewinnt und es auch verschmerzen können, wenn er alles Geld verliert. Hohe Chancen bedeuten hier auch hohe Risiken. Jedoch ist der menschliche Faktor hier das größte Risiko, denn nur der Mensch kann entscheiden, aufzuhören, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach

Gewinne zu erwirtschaften, ist auch möglich, ohne in einen Glückspielrausch zu verfallen. Es gibt genug Möglichkeiten, auf solide Weise ein Vermögen aufzubauen. Sachwerte bieten dabei die zusätzliche Sicherheit, nicht von der Geldwertentwicklung abhängig zu sein. Immobilien und insbesondere Edelmetalle haben in der Vergangenheit gezeigt, dass diese Anlagegüter sehr wertstabil sind und gegenüber Währungsturbulenzen unempfindlich. Auch die schleichende Inflation kann Sachwerten nichts anhaben, im Gegenteil, Sachwerte profitieren sogar davon.

Die Beantwortung der Frage nach einem günstigen Einstieg bei Edelmetallen ist übrigens leicht. Entscheidet man sich z.B. mit einem festen Monatsbeitrag regelmäßig zu kaufen, ist der beste Zeitpunkt jederzeit gegeben. Beim Einsatz eines festen Betrages kauft man immer richtig ein. Wenn die Preise vergleichsweise hoch sind, kauft man automatisch weniger Edelmetall ein und wenn die Preise niedrig sind, kauft man entsprechend mehr Edelmetall ein. Auf längere Sicht, kann man so einen ordentlichen Edelmetallbestand aufbauen.

Die Herstellungskosten für kleine Barren/Münzen sind im Verhältnis zum Materialwert um ein Vieles höher als für größere Barren/Münzen, da sich da die Herstellungskosten besser verteilen können. Doch um große Barren wie z. B. 1 kg Gold zu erwerben muss man den entsprechenden Kaufpreis von momentan ca. 38.000 Euro auf den Tisch legen. Wer das nicht kann, muss kleinere Stückelungen erwerben oder monatlich ansparen.

Mit dieser Strategie kann die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm einen stetig wachsenden Bedarf befriedigen, indem Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium angeboten werden. Diese Vorsorge sichert das Vermögen nachhaltig vor drohenden Finanzturbulenzen.

(1) Artikel „Pokern mit der Maus“ von Daniele Simon aus Gehirn & Geist 12/2006

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Mesut Pazarci

Gold ist meine Welt. Mit physischem Gold konnte ich viele Kunden Jahr für Jahr nicht nur eine sichere sondern auch eine rentable Anlage bieten. Dadurch erreichte ich überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei meinen Vertriebspartner und in unserem Unternehmen.

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