Mit dem Goldpreis geht es derzeit abwärts. In Übersee lässt man davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Die Amerikaner kaufen trotz des seit einiger Zeit steigenden Dollars verstärkt Gold in Form von Münzen. Und die Umsätze wachsen.

Derzeit beobachtet man eine Börsenentwicklung, die mit gesundem Menschenverstand nicht schwer nachvollziehbar ist. Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi wird von den Wählern abgestraft und im Resultat klettern die Zinssätze für italienische festverzinsliche Wertpapiere und Bankenaktien italienischer Institute geben deutlich nach. Auch in Deutschland steigen die Zinsen für Anleihen. Die Aktienbörse reagiert ebenfalls. Der DAX klettert um 1,8 Prozent und der Dow Jones steigt sogar auf ein neues Rekordhoch. Was passiert wäre, wenn Renzi die Wahl gewonnen hätte, darüber kann man nur spekulieren. Auf die politischen Ereignisse sind diese Entwicklungen wohl kaum zurückzuführen. Hier haben wohl eher die Maßnahmen der EZB oder der gleichartig aktiven Banken in der Euro-Zone ihr Hände im Spiel.

Auf der anderen Seite kommt der Goldpreis nicht voran. Im Gegenteil, der Preis fällt weiter. Obwohl Renzi bei der Wahl unterlag, wurde massiv Gold verkauft. Allerdings erfolgten die Verkäufe nicht physisch sondern in Form von Papiergold. Investoren warfen bei der Börseneröffnung in Europa für Mrd. Euro Gold-Futures auf den Markt und Gleiches war wenige Stunden später bei der Börseneröffnung in den USA zu beobachten. Diese Handlungen sind schwer nachvollziehbar. Selbst wenn mit der Niederlage Renzis der erste Schritt dafür getan ist, dass im kommenden Jahr Mitgliedsstaaten wie Italien oder Frankreich versuchen würden, sich aus der Euro-Gemeinschaft herauszulösen, steht doch in den Sternen, welche genauen Auswirkungen das auf die Euro-Zone oder die Weltwirtschaft hätte. Jedenfalls nichts, was rechtfertigen würde, dass Investoren Gold verkaufen und in Euro investieren. Das wäre ja gleichbedeutend damit, dass die sprichwörtlichen Ratten auf das sinkende Schiff aufspringen.

Aber wie schon erwähnt, sind die Verkäufe nicht in physischer Form erfolgt, sondern in Form von Papiergold. Deshalb gilt es, zwischen dem Markt für Papier-Gold, sprich Futures und Optionen und dem Markt für physisches Gold zu differenzieren. Während der Preis für Gold am Markt auch für Papier-Gold stark nachgibt, greifen die Amerikaner bei physischem Gold beherzt zu. Etliche Amerikaner fürchten offensichtlich einen starken Anstieg der Inflation, die sich mit den Schulden-Plänen des designierten US-Präsidenten, Donald Trump, und den aktuell steigenden Zinsen bereits ankündigt. Damit verbunden wird das wohl eher negative Auswirkungen für die Menschen mit sich bringen. Daher wird emsig vorgesorgt und in starkem Umfang Gold in Form von Münzen gekauft. Die Verkäufe der US-Münzprägeanstalt sind im November entsprechend auf 147.500 Unzen gestiegen. Damit ist das Münzkaufverhalten der Amerikaner mit dem auf dem Höhepunkt der 2009er-Schuldenkrise vergleichbar. Damals stiegen die Verkäufe der US-Münzprägeanstalt von März zum April 2009 um 21.500 Unzen an, was für ein so großes Volk trotzdem ein recht stattliches Plus ist. Um Unterschied zu heute befand sich damals der Dollar seit Jahren auf Talfahrt. Der Dollar-Index war zwischen 2002 und Frühjahr 2008 um 40 Prozent eingebrochen, bevor er sich deutlich erholen konnte. Der Dollar-Index bildet die Entwicklung der Währung gegenüber sechs wichtigen Welt-Währungen ab (Euro, Yen, britischem Pfund, Schweizer Franken]. Jedoch befindet sich seit damals der Dollar-Index auf dem Weg nach oben und notiert aktuell auf dem höchsten Stand seit Ende 2002. Trotzdem ist physisches Gold sehr beliebt und das zeugt von mangelndem Vertrauen in die Zukunft der Währung. Es ist also anzunehmen, dass dieser Trend anhält und es weitere Käufe in physischem Gold geben wird. Die Verkaufszahlen für die ersten Wochen im Dezember scheinen das zu bestätigen. In den ersten Dezember-Tagen verkaufte die US-Münzprägeanstalt für 28.500 Unzen Goldmünzen und sollte dieser Trend weitergehen, werden die Verkaufszahlen die vom November übertreffen.

Die Zeichen stehen auf Kaufen. Ein steigender Dollar könnte kurzfristig zu weiteren Preisrückgängen führen. Langfristig ist es jedoch wenig wahrscheinlich, dass der Dollar diese Rally fortsetzen kann. Hier baut sich eher eine Blase auf, die in absehbarer Zeit zum Platzen kommen könnte. Wer physisches Gold als mittel- oder noch besser langfristiges Investment betrachtet, sieht sich besseren Aussichten gegenüber. Mit der Ankündigung, in den kommenden Jahren für ein Billionen schweres Infrastrukturprogramm und Billionen schwere Steuersenkungen in den USA auf den Weg zu bringen, hat Trump die Weichen für massiv steigende Staatsschulden gestellt. Die US-Staatsschulden wachsen jetzt schon um mehr als 900 Mrd. Dollar pro Jahr. Die Geld-Druckerpressen werden also auf Hochtouren weiterlaufen und weiter Papiergeld in Umlauf bringen, was mittel- und langfristig für einen deutlich schwächeren Dollar und eine steigende Inflation spricht. Und das kann für Gold nur positiv sein.

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