Die allgemeine Meinung besagt, dass Bankschließfächer vertraulich sind und niemand über den Inhalt etwas erfahren würde. Jedoch ist das nicht ganz so, denn strengere Sicherheitsauflagen für Bankschließfächer lassen die Privatsphäre schwinden.

Bankschließfächer besitzen einige Vorteile aber auch Nachteile. Zuerst einmal ist der Ort eines Bankschließfachs normalerweise solide gebaut und sehr gut gesichert. Zugang bekommt man nur mit einer Identitätsprüfung, meist durch eine Chip-Karte mit einer persönlichen Idetifikationsnummer. Es wird nur das eigene Fach entriegelt, welches mit einem Schlüssel geöffnet werden kann. Jeder Zugriff auf das Schließfach wird mit Datum und Uhrzeit registriert. So diskret ist der Zugang also nicht möglich. Dadurch sind die Schließfächer aber auch vor dem Zugriff Dritter einigermaßen abgesichert.

Aber dieser Vorteil gestaltet sich auch gleichzeitig als Nachteil. Denn wenn die Bank mal ihre Pforten schließen muss, kann sie ebenfalls den Zugang zu den Schließfächern sperren. Die Elektronik besitzt schließlich auch eine Steuerung und einen Aus-Schalter. Im Falle einer Bankenpleite kann sich nicht jeder Schließfachnutzer darauf verlassen, dass er dann problemlos an seine Wertsachen kommt. Jedoch das wird sich im Ernstfall dann schon zeigen, ob diese Einwände wahr oder unbegründet sind. Die Frage stellt sich, ob man auf diesen Fall warten möchte. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass selbst größere Banken sich durch windige Zockereien ganz schnell an den Rand der Existenz bringen können. Und ob dann die Regierung rettend in die Bresche springen kann, bleibt noch abzuwarten.

Schließfächer sind gefragter denn je. Zum Teil gibt es Wartelisten für Interessenten von Schließfächern. Schließlich sind Schließfächer nicht unbegrenzt verfügbar. Bei den Kunden ist das Bedürfnis nach Diskretion sehr groß. Viele Banken vermieten Schließfächer nur noch an Stammkunden. Und die steigende Nachfrage kommt nicht grundlos. Längst verlieren Geldwerte an Image angesichts der Geld- und Zinspolitik der Zentralbanken und der damit verbundenen Miniverzinsungen auf Spareinlagen.

Der Einlagenschutz im Euro-Raum besteht nur bis zur Sicherungsgrenze von 100.000 Euro. Zwar geht der freiwillige Schutz des deutschen Bankenverbands auf dem Papier darüber hinaus. Doch im Falle einer flächendeckenden Krise ist es fraglich, ob jedes Institut noch in der Lage sein wird, dieses gegebene Papierversprechen ernst zu nehmen. Gold oder Bargeld könnten da eine sinnvolle Krisenvorsorge sein, vorausgesetzt, das Bargeld wird in Krisenzeiten noch akzeptiert. Am Ende wird wohl nur das Gold seinen bleibenden Wert behalten und zeigt sich unbeeindruckt von der Niedrigzinspolitik dieser Zeiten. Wichtig ist dabei, dass der Schatz sicher verwahrt wird.

Die Jahresmiete für ein Schließfach kann je nach Größe des Fachs zwischen 40 und einigen Hundert Euro liegen. Je nach Inhalt kann so ein Schließfach Werte in Millionenhöhe fassen, sei es in Form von Aktien, flachen Goldbarren, Münzen oder Schmuck.

Mit der Diskretion geht es jedoch bergab. Wer ein Fach als geheimen Ort des letzten Notgroschens vor Insolvenzverwaltern, Finanzämtern oder Ehepartnern anmietet, könnte auf Sand bauen. Zwar ist der Inhalt vor dem Blick der Bank geschützt, doch auf behördliche Anfrage muss die Bank Auskunft über das Vorhandensein eines Schließfachs geben. Der Inhalt ist daher bei Verdacht auf eine Straftat oder bei offenen Forderungen gegen den Kunden nicht sicher. Das Schließfach kann im Fall der Fälle durch Gerichtsvollzieher oder Polizei und Zoll geräumt werden. Bei ausbleibendem Einverständnis durch den Kunden kann das Fach auch gewaltsam geöffnet werden. Außerdem ist es für Gläubiger sehr leicht möglich, eine Pfändung des Schließfachs zu erwirken. Banken lesen Insolvenzbekanntmachungen. Taucht ein Name eines ihrer Kunden auf, informiert die Bank oft direkt den Insolvenzverwalter. Schuldner mit einem Schließfach sind dazu verpflichtet, dem Gläubiger eine Vermögensliste inklusive der Schließfachinhalte bereits bei einer Zwangsvollstreckung zur Verfügung stellen.

Es gibt jedoch Alternativen zum Bankschließfach, zumindest für Edelmetalle. Insbesondere Edelmetalle lassen sich viel sicherer in einem Zollfreilager deponieren. Daher wäre diese Lagerform dem Bankschließfach vorzuziehen.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm bietet den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium an. Damit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

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