Wenn die Preise steigen, steigt auch das Handelsaufkommen an den Warenterminbörsen. Der jüngste Goldkurs-Anstieg erhöht die Gold-Handelsaktivitäten an der US-Warenterminbörse COMEX.

An einer Terminbörse (Derivatebörse, Optionsbörse) werden Termingeschäfte (Futures, Optionen) gehandelt. Hierbei handelt es sich um Transaktionen, die zukünftig abgewickelt werden. Die Verträge werden jedoch in der Gegenwart geschlossen.

Optionen sind dabei besonders beliebt. Diese sind als Wertpapiere verbriefte Optionen, die dem Inhaber ermöglichen, die Basiswerte, auf die sie sich beziehen (z.B. Gold), in der Zukunft zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen oder zu veräußern. Optionen sind also Wetten auf steigende oder fallende Preise bis zu einem klar definierten Zeitpunkt. Mit der Call-Option hat der Inhaber die Möglichkeit, Waren zu einem bestimmten Wert zu kaufen, mit der Put-Option zu verkaufen.

Angenommen, jemand möchte 1 kg Gold kaufen und hat die dafür nötigen Mittel erst in einem Monat flüssig. Aber er rechnet mit steigenden Preisen und möchte sich den derzeitigen Preis sichern. Er übt also eine Call-Option auf Gold aus, setzt auf einen steigenden Goldkurs. Er verpflichtet sich, 1 kg Gold in einem Monat zu einem vorher definierten Termin zu erwerben und hinterlegt sozusagen einen Betrag von 1.000 Euro als Sicherheit (eine Anzahlung, Preis der Option). Angenommen der Goldkurs für 1 kg läge zum Zeitpunkt des Erwerbs der Option bei 38.000 Euro. Mit der Call-Option könnte der Inhaber diese Menge Gold also in 30 Tagen für 38.000 Euro kaufen, selbst wenn der Goldpreis dann auf z.B. 41.000 Euro angestiegen wäre.

Jedoch ist er nicht zum Kauf verpflichtet. Übt er die Option nicht aus, erhält er einen entsprechenden finanziellen Ausgleich, quasi den Kursgewinn, den er mit dem Kauf realisiert hätte, also in dem Beispiel die 3.000 Euro. Würde der Goldkurs zum Zielzeitpunkt fallen, z.B. auf 36.000 Euro, könnte er das Gold zu dem dann niedrigeren Preis erwerben.

An den Terminmärkten werden Optionen gehandelt, ohne dass tatsächlich physisches Gold den Eigentümer wechselt. Es wird auf steigende oder fallende Preise gewettet und vordergründig der finanzielle Ausgleich der Optionen verbucht. Es tut sich einiges an den Märkten. Die aktuellen CoT-Daten vom US-Terminmarkt zeigten wachsende Aktivität im Handel mit Gold-Futures per 21. Februar 2017.

Die Netto-Short-Position der „Commercials“ stieg gegenüber Vorwoche um 9,22 Prozent auf 139.564 Kontrakte. Vor allem die Untergruppe der „Swap Dealers“ trug zu dem Anstieg bei. Deren Netto-Verkäufe stiegen um etwa 23,86 Prozent an. Zusätzlich kam es zum Anstieg der Netto-Long-Position in den Büchern der „Großen Spekulanten“ um 12,77 Prozent auf 123.763 Kontrakte. Den größten Anteil an der Zunahme hatte das „Managed Money“ (Investmentgesellschaften, Hedgefonds). Deren Netto-Long-Positionen wuchsen um 22,66 Prozent.

Zeichen für zunehmende Handelsaktivität bei den Gold-Futures ist der steigende Open Interest. Die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX stieg gegenüber der Vorwoche um 2,9 Prozent auf 427.168 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am Freitag dem 24.02.2017 ging es weiter rauf um 6,8 Prozent auf 456.473 Kontrakte.

Derartige Transaktionen sind sehr spekulativ. Wer auf Nummer sicher gehen will, hält sich an physisches Gold. Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm bietet den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium an zu fairen Preisen und Boni an. Damit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

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