Der schleichende Kaufkraftverlust des Geldes ist ein Problem, mit dem jeder Mensch konfrontiert wird, egal ob er sich darüber klar ist oder nicht. Geld oder Geldwerte verlieren durch Preissteigerungen kontinuierlich an Wert, auch wenn von Regierungsseite etwas anderes gesagt wird. Derzeit stieg die offizielle Inflationsrate im Januar auf 1,9%, im Februar sogar auf 2,2%. Doch die gefühlte Geldentwertung ist viel größer.

Die Prozesse des täglichen Lebens, die mit Geld zu tun haben, folgen immer gleichen Zyklen, in denen man die Inflation nicht sofort spüren kann. Der wöchentliche Einkauf zum Beispiel ist der gleiche wie in jeder Woche. Im Schnitt zahlt man für den Einkauf jede Woche in etwa das gleiche Geld. Abweichungen sind – wenn überhaupt – unerheblich und kaum bemerkbar. Beim Benzin ist das anders. Der Benzinpreis ist jeden Tag ein anderer. Mit schöner Regelmäßigkeit schwankt er von Tag zu Tag, sogar mehrmals täglich, um mehrere Cent pro Liter. Dieses Schauspiel ist mittlerweile Alltag geworden und abgesehen vom regelmäßigen Blick auf die übergroßen Preisanzeigen an den Tankstellen und dem darauf folgenden Kopfschütteln, gibt es keine nennenswerten überraschenden Reaktionen der Menschen mehr darüber, wie sich der Preis entwickelt.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er bewegt sich oft innerhalb seiner Komfortzone und nimmt kleine Veränderungen im Umfeld nur sehr schwer wahr. Stetige kleinere Veränderungen werden oft erst langfristig registriert. Das Schlimme daran ist, dass man wertvolle Zeit verschenkt, die man besser mit Vorkehrungen hätte nutzen können. Besonders beim Vermögensaufbau gehört die Einbeziehung der Inflation zu den wichtigsten Maßnahmen. Lässt man die Inflation nämlich außer Acht, ist ein gestecktes Sparziel nicht erzielbar.

Der Inflation kontern

Um beim Vermögensaufbau die Inflation berücksichtigen zu können, muss man zunächst ihre Auswirkungen verstehen lernen. Es ist erforderlich, langfristig zu beobachten, wie sich die Preise entwickeln. Preisentwicklung ist mit Geldentwertung gleichzusetzen. Steigen zum Beispiel die Preise, sinkt der Wert des Geldes, denn man muss schließlich mehr bezahlen, um die gleichen Waren kaufen zu können.

Die Raucher unter uns können sich vielleicht noch daran erinnern, wieviel sie in den 60-ger Jahren oder in den 80-gern für eine Schachtel Zigaretten bezahlen durften. Diejenigen, die aus den neuen Bundesländern stammen, können sogar eine echte Währungsreform in ihre Betrachtungen einbeziehen. In der DDR bezahlte man für eine Schachtel F6, also 20 Zigaretten, im Jahr 1969 3,20 Mark. Die Währungsumstellung von Mark der DDR in die D-Mark geschah zum Kurs von 2:1. Man bekam somit 1 DM für 2 Mark der DDR. An diesem Tag verdoppelte sich somit der Preis für eine Schachtel F6, denn der Preis von 3,20 DM entsprach 6,40 Mark der DDR. Heute kostet eine Schachtel F6 mit 20 Zigaretten 5,80 Euro.

Die Preisentwicklung, auf die Einzelzigarette herunter gebrochen, sieht also so aus:

1969 – 0,16 Pfennig der DDR
1990 – 0,16 Pfennig der BRD – 0,32 Pfennig der DDR
2017 – 0,29 Cent – 0,57 Pfennig der BRD – 1,14 Pfennig der DDR

Die Zigarette an sich hat sich nicht verändert. Sie hat einen Filter, Papier und Tabak. Sie ist genau so lang wie damals und genau so gesundheitsschädlich. Jedoch der Preis hat sich seit damals erheblich erhöht. Eine Zigarette dieser Marke kostet heute ca. 7,12-mal so viel wie damals.

Selbstverständlich ist dies nur ein Beispiel und das auch noch extrem. Jedoch verdeutlicht es sehr anschaulich, wie werthaltig Sachwerte (Zigarette) und wie schwankend Geldwerte (Geld/Preis) sind.

Dieses Beispiel kann man auf jedes beliebige Produkt nachvollziehen. Damit ist es möglich, den eigenen Warenkorb zu ermitteln und zu erkennen, wie sehr sich die Preise dieser Produkte in welcher Zeit entwickelten. Die individuelle Situation kann somit auf die individuelle Inflation hinweisen.

Warum Familien und Geringverdiener stärker von der Inflation betroffen sind

Mit dem Wocheneinkauf ist es im Grunde genauso. Wenn man die Belege aufheben würde, hätte man einen messbaren Hinweis darauf, wie sehr sich die Inflation auf das persönliche Leben auswirkt. Die gefühlte Inflation ist sozusagen messbar.

Das eigene Einkommen ist ebenfalls relevant. Je geringer das Familieneinkommen desto höher liegt die gefühlte Inflation. Das liegt daran, dass bei geringeren Einkommen ein verhältnismäßiger großer Anteil des Geldes in Produkte fließt, die teurer werden.

Wenn es nun um den Aufbau von Vermögen geht, muss man unbedingt die Inflation berücksichtigen. Sie wissen, mit 100 Euro vor 10 Jahren konnte man mehr einkaufen als heute. Man ist sogar verpflichtet, Inflation einzubeziehen. Familien mit geringeren Einkommen haben es aufgrund der höheren individuellen Inflation viel schwerer, Vermögen zu bilden. Aber sie haben es auch deshalb schwerer, weil sie Verluste nicht so leicht ausgleichen wie Familien höherer Einkommen. Sie sind also diejenigen, die vor allen anderen von den Instituten in sogenannte „sichere“ Geldwertprodukte bewegt werden. Ist es da verwunderlich, dass es Sprichwörter gibt wie: „Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“ oder „Wo viel ist, kommt immer noch mehr dazu?“ Der kleine Mann, wie er gern genannt wird, hat wirklich keine Chance, wenn er auf die Anbieter hört. Er ist es, dem die Banken, Bausparkassen und Versicherungen ihr Vermögen verdanken. Er ist es, der ausgenommen wird, wie eine Weihnachtsgans und er ist es auch, der nichts davon merkt, weil er glaubt, das müsse alles so sein. Dazu kommt, dass bei längeren Sparverträgen die Wahrnehmung getrübt wird. Man schaut sich zum Beispiel einen Verlauf einer Kapitallebensversicherung an und automatisch vergleicht man die darauf befindlichen Zahlen mit den Gegebenheiten und Preisen von heute. Angenommen ein Sparer möchte für 30 Jahre monatlich 100 Euro in so einen Vertrag einzahlen. Ein Vertreter hat ihm diesen Tarif empfohlen, da er sicher sei und man sich darauf verlassen kann, dass am Ende auch das herauskommt, was man erwartet. Der Kunde verdient vielleicht 1.700 Euro netto, lebt allein.

Nur oberflächlich ein lukratives Geschäft

Seine Beitragssumme innerhalb dieser 30 Jahre läge bei 36.000 Euro. Das Vermögen verwaltet ein bekannter Versicherer, den jeder aus dem Fernsehen kennt. Das schafft Vertrauen. Der Versicherer gewährt bei Ablauf eine garantierte Summe von 38.318 Euro. Damit aber hier keine Missverständnisse aufkommen, spricht der Vertreter hauptsächlich von der Ablaufsumme inklusive Überschussbeteiligung. Diese beliefe sich dann auf 61.265 Euro.

Auf den ersten Blick sieht das Geschäft lukrativ aus. Man gibt 36.000 hin und erhält 61.000 zurück – quasi 25.000 mehr! Für alle die mitgerechnet haben: Die garantierte Ablaufleistung entspricht einem Ergebnis mit einer Verzinsung von 0,41% p.a., die Ablaufleistung inklusive der Überschussbeteiligung kann auf eine Verzinsung mit 3,34% p.a. zurückgeführt werden. Und damit man hierbei nichts falsch versteht, die Überschüsse sind nicht garantiert. Der Zinssatz von 3,34% liegt sozusagen bei einer Höhe, den ein Institut, welches jeden Abend im Fernsehen von Erfahrung und Vertrauen spricht, nicht garantieren kann oder möchte.

Inflationsraten zehren laufend an der Substanz

Über Inflationsraten und ihre Auswirkungen auf die Zinserträge sind oft im Beratungsgespräch Nebensache. Es wird von einem gesicherten Ruhestand und einer soliden Zusatzvorsorge gesprochen. Die Zukunft wird in schönsten Farben dargestellt und niemandem fällt auf, dass das Geld aus der Versicherung dafür überhaupt nichts dazu beitragen kann. Berücksichtigt man die Inflation, sind zwei Modelle möglich, um den Effekt anschaulich zu machen. Im ersten Modell, dem realistischeren Modell steigen die Preise, wie sie es auch in der Realität tun. Die Geldscheine bleiben die gleichen und man muss natürlich in der Zukunft für die teureren Produkte mehr Geld bezahlen. Das andere Modell ist falsch aber anschaulicher. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Produktpreise gleich bleiben, dafür aber der Wert des Geldes schrumpft. Um einen anschaulichen Vergleich zum heutigen Wert des Geldes zu haben, nutzen wir das letztere Modell. 1.000 Euro heutiger Kaufkraft schrumpfen bei nur 3% jährlicher Inflationsberücksichtigung innerhalb von 30 Jahren auf magere 412 Euro zusammen. Um den alltäglichen Einkauf zu erledigen benötigt man in 30 Jahren also mehr als das doppelte des Geldes als heute.

Eine Zusatzversorgung, wie die aus der abgeschlossenen Kapitallebensversicherung von 38.318 Euro heutiger Kaufkraft, wird in 30 Jahren nur noch 15.787 Euro wert sein. Die Ablaufleistung inklusive der nicht garantierten Überschussbeteiligung von heute 61.265 Euro entspräche in 30 Jahren nur noch 25.240 Euro!

Erträge nach Steuern und Inflation sind spärlich

Wie schaut es nun aus mit dem sorglosem Ruhestand? Der Sparer erhält z. B. seine Ablaufleistung inklusive Überschussbeteiligung in Höhe von 61.265 Euro, die ja nur noch einem Wert von 25.240 Euro entsprächen. Das Finanzamt möchte z.B. 25% Steuer auf den Betrag von 12.632 Euro (Halbeinkünfteverfahren). Das sind 3.158 Euro, die für den Sparer verloren gehen. Nun kann er sehen, wie er mit dem Rest des Geldes klarkommt, denn viel gesetzliche Rente erhält er nicht. Er muss zum Sozialamt und Grundsicherung beantragen. Das Geld aus seiner Lebensversicherung rechnet das Amt an.

Fazit

Fragen Sie sich doch selbst einmal was sinnvoller ist. Sie merken, Sie haben einen Vertrag abgeschlossen, der langfristig gesehen nicht zielführend ist. Sie wissen, dass Sie das Geld, welches Sie einzahlen, in ein Produkt investieren, das auf Dauer nicht zum erwarteten Ziel führt. Gibt es denn noch etwas Unvernünftigeres, als diesen Vertrag nicht zu kündigen und zu retten, was noch zu retten ist? Gibt es nichts Sinnvolleres als ein Ende mit Schrecken in Kauf zu nehmen und mit dem Geld etwas Sinnvollere zu machen?

Zeit ist kostbar und unwiederbringlich. Einbußen hinterher zu trauern, verringert die Verluste leider nicht. Auch Ärger, Zorn oder Enttäuschung vermindern die Einbußen nicht, geschweige dessen, die Anlagestrategie nicht zu verändern. Je eher man erkennt, dass man einen Fehler gemacht hat und je eher man diesen korrigiert, desto geringer fallen die Gesamtverluste aus. Denn die Gesamtverluste wachsen mit der Zeit, in der man an unrentablen Produkten festhält. Daher ist es auch kein Verlustausgleich, wenn unrentable Vorsorgeverträge stillgelegt werden in der Hoffnung, die Einbußen dadurch wieder reinzuholen.

Die Hoffnung, durch eine andere Strategie Einbußen, die gemacht wurden, wieder auszugleichen, ist ebenfalls vergebens. Ein Verlust ist ein Verlust, der lässt sich eben nicht wegdiskutieren. Eine zielführendere Strategie kann bestenfalls das zuvor erwartete Ergebnis übertreffen, jedoch gleicht sie keinen Verlust aus. Der wäre nur vermeidbar gewesen, wenn man sofort die richtige Strategie gewählt hätte. Da jedoch niemand in die Zukunft sehen kann, merkt man immer erst später, ob man die richtige Entscheidung getroffen hat.

Fakt ist eins, wer wirklich gewinnen will, muss fähig sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen und braucht auch ein wenig Mut zum Risiko. Dabei sollte die Entscheidung nicht von der Angst vor Einbußen abhängig sein. Ohne Risiko gibt es eben keinen Hauptgewinn. Einbußen gehören immer dazu, denn sie helfen uns zu lernen, sie zukünftig zu vermeiden.

Eine sinnvolle Möglichkeit besteht darin, sich nicht auf künstliche Geldanlageformen zu konzentrieren. Es gibt bewährte Alternativen wie zum Beispiel Edelmetalle. Edelmetalle sind Rohstoffe mit großer Nachfrage. Sie sind Sachwerte, die nie ihren Wert verlieren können. Edelmetalle sind inflations- und krisengeschützt und besitzen weltweit Akzeptanz.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm bietet den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium an. Damit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

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