Papier ist geduldig. Ein Geldschein ist heutzutage durch keinem echten Wert gedeckt. Früher existierte der sogenannte Goldstandard, da konnte man Geld gegen Gold tauschen. Doch diese zeiten sind lange vorbei. Heute ist Geld lediglich ein Versprechen, welches auf Vertrauen und Akzeptanz der Teilnehmer des Systems basiert. Aber wie werthaltig ist dieses Versprechen?

Derzeit ist nahezu jedes Geldsystem auf der Welt sehr instabil. Die Menge der gesetzlichen Zahlungsmittel, also Münzen und Banknoten reicht nicht einmal ansatzweise aus, um vorhandene Kontenguthaben auszuzahlen. Die Welt wird beherrscht von Luftgeld, Giralgeld, welches durch Kreditschöpfung der Banken entsteht und sich in unvorstellbarerer Geschwindigkeit vermehrt.

Banken verfügen im Vergleich zu den vorhandenen Guthaben nur über sehr wenig Bargeld. Über ihnen schwebt ein Damoklesschwert, welches ihre Existenz nachhaltig bedroht. Die Gefahr besteht darin, dass die Kunden sich ihre Guthaben auszahlen lassen wollen. Wenn es zuviele Kunden gibt, die ihr Geld abholen würden nicht genügend Barreserven vorhanden sein, bei keinem Institut. Der Gedanke liegt nahe, dass das Bargeldverbot, welches ab 2018 Realität werden soll, weniger mit der Bekämpfung von Schwarzarbeit oder dem organisierten Verbrechen zusammenhängt, wie es immer von der Regierung behauptet wird. Allem Anschein nach möchte man auch die drohende Gefahr, Kunden könnten ihr Guthaben abheben, neutralisieren.

Die Abschaffung von Bargeld hätte aber auch andere Auswirkungen. Für die Schaffung neuen Geldes würde es keinerlei Begrenzungen mehr geben. Wenn die Gefahr, dass Guthaben abgehoben würden, beseitigt würde, könnten die Institute immer neues Giralgeld erschaffen und das derzeitige System so noch länger am Leben halten.

Aber unabhängig vom Bargeldverbot besteht für viele Menschen dringender Handlungsbedarf, die ihr Vermögen in Geldwerte investiert haben. Geldwerte, also Zettel mit Nominalwerten und Zinsversprechen, sind davon abhängig, dass das gegenwärtige Geldsystem weiter besteht. Insofern sind diese, entgegen jeder Behauptung, alles andere als sicher. Eine Chronologie eines deutschen Geldwertanlegers zeigt dies eindeutig.

Anton lebt im Jahr 1900 und ist ein Arbeiter, der von seinem erarbeiteten Geld jeden Monat 5% als Vorsorge spart. Er glaubt an Geldwerte und legt sein Geld an in festverzinsliche Wertpapiere. Sein Vermögen will er seinen Kindern hinterlassen. 1900 existierte in Deutschland der Goldstandard. Dieser machte das Geld nicht nur werthaltig, da man es jederzeit in Gold tauschen konnte. Er sorgte auch dafür, dass die Umtauschkurse zu anderen Währungen stabil waren. Damals war das Geld also tatsächlich etwas wert.

Anton sparte also jeden Monat und besaß in 1914 bereits ein ansehnliches Guthaben. Doch dann begann brach der erste Weltkrieg aus. In Deutschland wurde das Ermächtigungsgesetz in Kraft gesetzt. Mit ihm wurde der Goldstandart aufgehoben und das Geld in Staatsschuldverschreibungen getauscht. Es folgte eine radikale Inflation, die die Geldwerte nahezu vollständig zerstörte. Antons Guthaben schrumpfte also auf Null.

Im guten Glauben, dass so etwas eine Situation war, die sich nicht so schnell wiederholen könne, spart Anton weiter. Diesmal in eine Lebensversicherung. Die müsse sicherer sein, denn sie ist ja ein Produkt einer Versicherung. Sein Guthaben entwickelt sich gut.

Der Erste Weltkrieg kostete enorm viel Geld. Geld, welches das Deutsche Reich nicht besaß. Die reserven des Staates waren so niedrig, dass die kostspielige Kriegsunterhaltung nicht finanzierbar war. Der Krieg dauerte immerhin vier Jahre.

Die deutsche Reichsleitung glaubte, den Krieg zu gewinnen. Doch es kam anders. Das besiegte Deutschland wurde im Versailler Friedensvertrag mit enormen Schadensersatzforderungen belastet. Also wurden die Geldpressen angeworfen. Im Jahr 1923, also nur 9 Jahre nach der letzten Geldentwertung, schossen plötzlich die Preise extrem in die Höhe. Eine Hyperinflation hatte begonnen.

Wie stark die Preise anstiegen, zeigen ein paar Beispiele:

Preise am 9. Juni 1923 in Berlin:
1 Ei – 800 Reichsmark
1 Liter Milch – 1440 Reichsmark
1 Kilo Kartoffeln – 5000 Reichsmark
1 Straßenbahnfahrt – 600 Reichsmark
1 Dollar entsprach 100.000 Reichsmark.

Preise am 2. Dezember 1923 in Berlin:
1 Ei – 320 Milliarden Reichsmark
1 Liter Milch – 360 Milliarden Reichsmark
1 Kilo Kartoffeln – 90 Milliarden Reichsmark
1 Straßenbahnfahrt – 50 Milliarden Reichsmark
1 Dollar entsprach 4,21 Billionen Reichsmark.

Antons Guthaben in der Lebensversicherung, die wiederum die Anlegergelder in festverzinsliche Wertpapiere investierte, wurde vollständig entwertet. Er stand somit wieder bei Null. Doch nun wird alles besser. Anton ließ sich nicht entmutigen und sparte weiter. Ein drittes Mal kann so etwas keinesfalls vorkommen. Er setzte also nochmals auf Geldwerte.

1948 kam es zur Währungsreform. Die Reichsmark wurde in Deutsche Mark (DM) umgetauscht. Wie das genau erfolgte, ist aus dem Gesetz über den Lastenausgleich, Sparerschäden von 1949 ersichtlich. Darin steht: Ein Sparerschaden ist die Minderung des Nennbetrages von Sparanlagen, die dadurch eingetreten ist, dass die Sparanlagen bei der Neuordnung des Geldwesens im Geltungsbereich des Grundgesetzes einschließlich Berlin West im Verhältnis 10 zu 1 oder in einem ungünstigeren Verhältnis auf Deutsche Mark umgestellt worden ist.

Wieder ein herber Schlag für Anton. Sein Vermögen wurde stark abgewertet. 90% gingen dieses Mal verloren. Aber der Krieg war vorbei. Nun würde es bergauf gehen. Und das stimmte. Antons Erben, in Geldangelegenheiten von Antons Wissen geprägt, sparten weiter 5% ihres Einkommens. Diesmal brachten Sie ihr Geld zur Bank, denn die Bank ist sicher. Und so war es auch. Das Vermögen wuchs stetig, Zinsen wurden jedes Jahr gutgeschrieben.

Allerdings gab es einen Effekt, der unterschätzt wurde. Zwar gab es keine galoppierende Inflation mehr, dafür eine schleichende Inflation, die die Kaufkraft des Geldes langsam entwertete. Wie stark diese Entwertung erfolgte, ist aus einer Übersicht der Inflationsraten ersichtlich.

Jahr Inflationsrate (rechnerisch) Inflationsrate (gerundet)
2002 1,37% 1,40%
2001 1,98% 2,00%
2000 1,42% 1,40%
1999 0,60% 0,60%
1998 0,96% 1,00%
1997 1,96% 2,00%
1996 1,37% 1,40%
1995 1,77% 1,80%
1994 2,59% 2,60%
1993 4,47% 4,50%
1992 5,13% 5,10%
1991 3,74% 3,70%
1990 2,76% 2,80%
1989 2,84% 2,80%
1988 1,13% 1,10%
1987 0,13% 0,10%
1986 -0,25% -0,20%
1985 2,04% 2,00%
1984 2,35% 2,30%
1983 3,23% 3,20%
1982 5,39% 5,40%
1981 6,33% 6,30%
1980 5,24% 5,20%
1979 3,79% 3,80%
1978 2,53% 2,50%
1977 3,50% 3,50%
1976 4,38% 4,40%
1975 6,00% 6,00%
1974 6,82% 6,80%
1973 6,84% 6,80%
1972 5,35% 5,30%
1971 5,13% 5,10%
1970 3,28% 3,30%
1969 2,06% 2,10%
1968 1,04% 1,00%
1967 1,59% 1,60%
1966 3,56% 3,60%
1965 3,40% 3,40%
1964 2,32% 2,30%
1963 2,99% 3,00%
1962 2,76% 2,80%
1961 2,52% 2,50%
1960 1,60% 1,60%
1959 0,64% 0,60%
1958 2,30% 2,30%
1957 2,01% 2,00%
1956 2,76% 2,80%
1955 1,40% 1,40%
1954 0,35% 0,40%
1953 -1,72% -1,70%
1952 2,11% 2,10%
1951 7,58% 7,60%
1950 -6,38% -6,40%
1949 -1,05% -1,10%

Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland

Im Jahr 2002 wurde der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Und obwohl die DM zum festen Kurs von 1 Euro = 1,95583 DM getauscht wurde, stiegen viele Preise enorm an. Heute liegen die meisten Euro-Preise deutlich über den damaligen DM-Preisen. Keine guten Rahmenbedingungen für Geldwertanlagen. Die Nominalbeträge sind zwar stetig angestiegen, doch man konnte nur noch einen Bruchteil dafür kaufen.

Diese 102 Jahre zeigen eindrucksvoll, wie unsicher Geld und Geldwerte in Wirklichkeit sind. Bedrucktes Papier besitzt keine Werthaltigkeit. Hätte Anton statt Geldwerte von Anfang an z. B. Edelmetalle gekauft, wäre sein Edelmetallbestand zu keinem der eingetretenen Ereignisse geringer geworden. Mal hätten Anton und seine Erben mehr Edelmetall für ihre 5% des Einkommens erhalten, mal etwas weniger. Aber der Bestand hätte sich kontinuierlich aufgebaut und wäre heute noch immer werthaltig.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm bietet den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium an. Damit können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

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