Mesut Pazarci: Über Papiergeld und Kryptowährungen

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

In der Geschichte haben sich goldhinterlegte Währungen als stabilste Währungen bewährt. Goldhinterlegtes Geld lässt sich nicht beliebig vermehren. Die begrenzte Menge Gold stoppt eine unkontrollierte Ausweitung der Geldmenge. Das Resultat: Ausbleiben der Inflation.

Gold als Währung und Papiergeld, welches mit Gold hinterlegt wird, besitzen die gleichen Merkmale. Sie sind wertstabil, denn für das Papiergeld kann jederzeit die hinterlegte Menge Gold verlangt werden. Da es dadurch nicht möglich ist, die Geldmenge unbegrenzt zu vermehren, so wie es aktuell mit den nicht gedeckten Papierwährungen der Fall ist, ist eine goldgedeckte Währung quasi der natürliche Feind der Geldsystem-Akteure und -Lenker.

Eine ungedeckte Währung ist ein Machtfaktor. Die Zentralbanken besitzen durch die Geldhoheit ein einflussreiches Instrument, mit dem die Politik gelenkt werden kann. Durch die Geldpolitik lassen sich Regierungen manipulieren, Staaten abhängig machen, ja sogar bewaffnete Konflikte können begonnen werden. Die Bevölkerung kann kontrolliert werden, ja der bekannte Ausspruch Geld regiert die Welt, ist zutreffender als die Meisten es wahrhaben möchten.

Eine goldhinterlegte Währung würde solche ideologischen-politischen Aktivitäten hemmen, weshalb es heute in den wichtigsten Industrienationen nur das sogenannte Fiat-Geld gibt, ungedecktes Papiergeld, welches sich beliebig durch die Ausgabe von Krediten ausweiten lässt.

Egal um welche Papierwährung es sich heute handelt, sei es der US-Dollar, das Britische Pfund, der Euro oder andere, alle diese Währungen sind Fiat-Geld. Das Fiat-Geld wird von staatlichen Zentralbanken und den Privatbanken produziert. Die Zentralbankguthaben stellen dabei die Mindestreserven für die Privatbanken, die dann ein Vielfaches dieser Reserve als Darlehen ausreichen dürfen und dieses Geld dann einfach über einen Buchungssatz, über eine Bilanzverlängerung erzeugen. Fiat-Geld hat keinen Wert, denn es wird sozusagen aus dem Nichts erzeugt und existiert hauptsächlich als Buchgeld auf Konten. Nur ein verschwindend geringer Anteil der vorhandenen Geldmenge ist in gesetzlichen Zahlungsmitteln verfügbar, die lediglich einen geringen Materialwert von bedrucktem Papier und geprägten Münzen aus unedlen Metallen besitzen.

Die Fiat-Währungen besitzen allesamt einen Systemfehler. Das Problem sind die Zinsen. Wenn z. B. 100.000 Euro aus dem Nichts erschaffen und als Darlehen ausgereicht werden, müssen diese natürlich irgendwann zurückgeführt werden. Zusätzlich werden jedoch auch Zinsen fällig. Es muss also mehr Geld zurückgeführt werden, als tatsächlich erschaffen wurde. Woher kommt aber das Geld für die Zinsen? Dieses Geld muss aus anderen Quellen beschafft werden und fehlt dann logischerweise an anderer Stelle. Schlussfolgernd muss dann irgendjemand dafür Schulden eingehen, damit das Geld für die Zinsen verfügbar wird. Das klingt alles sehr abstrakt, trifft aber leider zu. Zwischenzeitlich hat die Schuldenlast von Staat, Unternehmen und privaten Haushalten eine kaum beherrschbare Größenordnung erreicht. Es zahlen jedoch nur die privaten Haushalte die Zinsen für diese gigantischen Schulden. Das tun sie direkt für ihre eigenen Kredite, in Form von Steuern für den Staat und die Zinsen der Unternehmen werden über die Preise an die Verbraucher weitergegeben.

Verzinstes Geld und wachsende Verschuldung sorgen für Inflation. Der kleine Mann von der Straße wird also mehrfach bestraft, denn er zahlt nicht nur alle Zinsen, sondern seine Guthaben schmelzen kontinuierlich durch die Inflation weg.

Bringen Blockchain und Kryptowährungen die Lösung?

In der jüngsten Vergangenheit entstanden digitale Ergänzungen zum bestehenden, etablierten Geld: die Kryptowährungen. Angefangen mit dem Bitcoin entstehen ständig neue Währungen. Dieses elektronische Geld ist als Zahlungsmittel verwendbar, ohne Banken oder Sparkassen zu involvieren. Die Blockchain-Technologie machts möglich. Es geht dabei um eine Kette von miteinander vernetzten Computern oder Servern, über die die Kryptowährung abgewickelt wird und die quasi als dezentrales Kontenbuch operieren.

Insbesondere Bitcoin, Ethereum und wie sie alle heißen, sind zu einem gefragten Spekulationsobjekt geworden. Es bleibt abzuwarten, inwieweit ein Zahlungsmittel, welches sehr volatil ist und sozusagen minütlich mehr oder weniger wert sein kann, als Zahlungsmittel praktikabel ist. Der Höhenflug des Bitcoin im Jahr 2017 und der am Jahresanfang stattfindende Absturz tragen wahrscheinlich nicht zu einer hohen Akzeptanz als zuverlässiger Geldersatz bei. Tatsächlich ziehen sich derzeit immer mehr Händler aus der Kryptowährung zurück, denn von einer Währung wird vor allen Dingen Stabilität erwartet. Und davon sind sämtliche Kryptowährungen sehr weit entfernt.

Am Ende bleibt tatsächlich nur Gold als zuverlässige und werthaltige Währung übrig. An Gold geht kein Weg vorbei und wer noch keines besitzt, sollte ernsthaft darüber nachdenken, sich einen Goldschatz anzulegen. Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm bietet den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium an. Damit können die Vorteile verschiedener Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.

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Mesut Pazarci

Gold ist meine Welt. Mit physischem Gold konnte ich viele Kunden Jahr für Jahr nicht nur eine sichere sondern auch eine rentable Anlage bieten. Dadurch erreichte ich überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei meinen Vertriebspartner und in unserem Unternehmen.

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