Ein Investment in Gold

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

Investment in Gold

Die Zeiten sind unruhig. Der Glaube an den Staat schwindet und das Vertrauen in den Euro ist so gering wie nie zuvor. Besonders wichtig ist den Anlegern die Absicherung des Vermögens. Das Bedürfnis nach Sicherheit steigt und Gold steht trotz seines rückläufigen Preises ganz oben in der Gunst der Investoren. Wann, warum und in welcher Art und Weise sollte eine Investment in Gold vorgenommen werden?

Gold war die Beste Wahl

In der Menschheitsgeschichte existierte schon immer den Tauschhandel. Gehandelt wurde und wird alles, Waren, Leistungen, Rechte und auch Zahlungsmittel. Mit der Zeit setzte sich das Geld als Universaltauschmittel durch. Heutzutage wird Geld hauptsächlich als virtuelles Gut verwendet und mittels Banking oder über die Zahlung mit Plastikkarten transferiert. Aber auch das Bargeld in Form von Banknoten und Münzen hat, zumindest in unseren Breiten, nichts an Attraktivität verloren.

Das war selbstverständlich nicht immer so. Über viele Jahrhunderte wurde in weiten Teilen der Welt nur mit Gold, Silber oder Kupfer bezahlt. Dabei hatten Silber und Kupfer die Funktion der kleinen Währung und Gold war die große Währung. Es ist überliefert, dass es König Krösus der Erste war, der im Jahr 560 vor Christi Geburt Gold zum Zahlungsmittel machte. Gold war die beste Wahl. Das Material war beständig, hatte einen einzigartigen Glanz und konnte nicht künstlich hergestellt oder beliebig vermehrt werden. Diese Währungsfunktion besitzt Gold bis heute.

Welchen Wert besitzt Gold?

Der „Wert“ des Goldes ist schwer zu begründen, denn im Gegensatz zu fast allen anderen chemischen Elementen ist sein praktischer Wert eher gering. Es gibt heute keine einzige technische Errungenschaft auf unserem Planeten, die nicht ohne Gold auskommen würde. Aus technologischer Sicht ist Gold somit nahezu wertlos. Zwar wird Gold in der Zahnmedizin, Elektronik und Optik verwendet, ist jedoch dort nicht unentbehrlich. Aber was macht es dennoch so wertvoll? Die Antwort ist einfach, Gold ist extrem selten. Das glänzende Metall existiert nur in begrenzter Form auf dieser Welt, seine Förderung ist sehr aufwändig. Seine Seltenheit macht es zu einem weltweit akzeptierten Zahlungsmittel. Hinzu kommt eine stattliche Menge Psychologie, denn Gold gilt wegen seines Glanzes seit Menschengedenken als edel, elegant und besonders. Nicht umsonst beschränkt sich seine industrielle Bedeutung auf die Herstellung von Schmuck.

Der Goldkurs wird einmal am Tag über das sogenannte Goldfixing festgelegt. Die Verfahrensweise zum sogenannten Goldfixing führt zurück bis ins Jahr 1919. Seit damals wird in London einmal am Tag festgelegt, wieviel für eine Unze Gold bezahlt werden muss. Handelnde Personen des Goldfixings sind fünf Banker, die an jedem Börsentag den Goldkurs ermitteln. Dieser Preis ist dann weltweit gültig und jeder, der mit der Gewinnung oder dem Handel von Gold zu tun hat, akzeptiert diesen Preis, denn er gilt als Leitpreis für sämtliche Goldgeschäfte.

Seit 1919 bis Ende April 2004 hat sich das Ritual in den Geschäftsräumen der Privatbank N. M. Rothschild & Sons, zu dem das Goldfixing abgehalten wird, nicht verändert. Von 1919 bis 1968 wurde einmal täglich der Goldpreis ermittelt, danach zweimal täglich. Am London Bullion Market bieten Gold-Händler laufend Preise, zu denen sie Gold handeln möchten. Die Preise, zu denen die größten Umsätze möglich waren, bildeten die Grundlage für das Goldfixing. Die Bewertung erfolgte damals in Pfund Sterling. Seit 1968 erfolgt die Preisfindung des Goldes in US-Dollar.

Sowohl der US-Dollar als auch das britische Pfund haben als Papierwährungen gegenüber Gold stark an Kaufkraft eingebüßt. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde beim ersten Fixing 1919 mit 4 Pfund, 18 Shilling und 9 Pence bewertet. Heute darf man 926,20 GBP (22.08.2018) pro Unze auf den Tisch legen. Mit dem US-Dollar sieht es nicht besser aus. 1968 kostete die Unze Gold 40 USD, heute (28.08.2018) 1.195,29 USD.

Nachdem sich Rothschild 2004 aus dem Goldhandel zurückzog, wurden die anderen vier Gründungsmitglieder des Fixings, Mocatta & Goldsmid, Samuel Montagu & Co., Pixley & Abell und Sharps & Wilkins in den Neunzigerjahren von Großbanken übernommen oder verkauften bei dieser Gelegenheit ihre Sitze. Heute handeln HSBC, die britische Barclays Capital, die kanadische Bank of Nova Scotia, die französische Société Générale und die Deutsche Bank den Preis für das gelbe Metall aus und das nach wie vor nach den Regeln von 1919. Jeden Werktag um 10:30 Uhr und 15:00 Uhr laufen die Sitzungen unter dem jährlich wechselnden Vorsitz einer der Banken. Seit Mai 2004 laufen die Preisabsprachen telefonisch oder über Hinterlegung der Preise in elektronische Handelssysteme.

Bei den Großbanken wird ein Preis von Händlern vorgeschlagen, der dem Mittel des Nachfrage- und Angebotskurses der letzten Goldtransaktion im Handel zwischen Banken entspricht. Ohne Zeitverzögerung werden diese Preisvorschläge von den Edelmetallhändlern bei den fünf Goldfixing-Banken an deren Kunden weitergegeben, die diesen Preis wiederum ihren Kunden in anderen Häusern vorschlagen, Goldproduzenten, Dienstleister zur Goldverarbeitung, Notenbanken, Geschäftsbanken und Pensionsfonds. Diese Informationskette führt bis an den Punkt, der zu einer breiten Teilnahme großer institutioneller Kunden führen würde. Der Goldfixing-Chairman bekommt sämtliche Informationen und ermittelt einen fairen Marktpreis, zu dem alle Beteiligten dann Gold handeln würden. Nach Feststellung der Kauf- und Verkaufspreise werden die handelbaren Goldmengen ermittelt. Ergibt sich ein Gleichgewicht zwischen Kauf- und Verkaufsangeboten kommt es zum Fixing. Kommt es zu keiner Einigung, muss der Prozess erneut gestartet werden. „Wir sind im Gleichgewicht, und wir haben gefixt.“ Nach diesem Ausspruch des Chairmans ist der Prozess nach ca. zehn Minuten später abgeschlossen. Es kann jedoch auch länger dauern, wenn außergewöhnliche Situationen an den Finanzmärkten oder drohende Krisen es erfordern.

Die Schwankungen des Goldkurses sind gering und das selbst in Krisensituationen oder bei boomenden anderen Märkten. Darin liegt der wirkliche Wert des Goldes. Es entwickelt keine Rendite und steht durch seine Substanz für Sicherheit. Ein Kilogramm Gold hat immer den Wert eines Kilogramm Goldes, egal welcher Preis beim Fixing ermittelt wird. Das Fixing ermittelt lediglich, wieviel an instabilem Geld für Gold bezahlt werden muss. Diesen Zusammenhang gilt es zu verinnerlichen. Nicht das Gold schwankt, sondern das Geld. Aus diesem Grund ist Gold auch eines der geeignetsten Anlagegüter, um sein Vermögen vor Inflation nachhaltig zu schützen. Man konnte für eine Unze Gold vor 100 Jahren einen Maßanzug kaufen und so wird es auch zukünftig sein.

Was muss bei einer Goldanlage beachtet werden?

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zu jeder Zeit mit gutem Gewissen in Gold investieren. Man tauscht dann vergängliches Geld gegen beständiges Edelmetall. Ein derartiger Kauf ist sinnvoll als Vermögenssicherungsbaustein für jedes Portfolio. Gold speichert Vermögen über lange Zeit sehr zuverlässig.

Wer sich nicht um die Verwahrung physischen Goldes kümmern möchte und Gold eher als Spekulationsobjekt erwerben möchte, ist mit Xetra-Gold gut bedient. Das Papier ist mit 1 Gramm Gold hinterlegt und wird bei der Preisentwicklung wie physisches Gold behandelt. Selbst die Auslieferung kann verlangt werden. Allerdings sollte man dann gleich Gold in physischer Form kaufen, wenn man sein Gold in den Händen halten möchte.

Diverse Gold-Zertifikate sind nicht mit physischem Gold hinterlegt. Sie existieren in verschiedenen Varianten, sind aber mit Vorsicht zu genießen, da es sich normalerweise um Inhaberpapiere handelt. Bei einer Bankenpleite sind die Anleger nicht vor Totalverlust geschützt. Wer auf steigende Preise spekuliert, sollte deswegen eher auf Xetra-Gold setzen oder gleich physisch kaufen.

Barren oder Münzen?

Wer sich für den Kauf von Barren oder Münzen entscheidet, sollte auf Echtheit achten. Eine LBMA-Zertifizierung bei Barren belegt die Echtheit. Edelmetall in Münzenform ist bei vielen Deutschen sehr begehrt. Die Münzen, meist aus Gold, Silber oder Platin haben einen hohen Reinheitsgrad und sind optisch ansprechend. Die Münzen sind oft sehr kompakt und daher auch mit einem geringeren finanziellen Aufwand erschwinglich. Die Verkäufer von Sammelmünzen bieten sogar den Kauf von Münzen in Raten an. Dadurch ist das Angebot für Viele sehr attraktiv. Versprochen wird einiges. Meist ist auf Werbemitteln die Wertentwicklung des Kurses des entsprechenden Edelmetalls abgebildet, was als Argument für eine werthaltige Investition dienen soll. Was man dabei meist vermisst, sind die tatsächlichen Preise der Münzen inklusive der Herstellungskosten. Gold in kleinen Mengen ist zum Beispiel viel kostenintensiver als Gold in größeren Mengen. Das kommt daher, dass die Herstellung von Barren einen gewissen Preis hat. Diese Kosten müssen auf die Goldmenge umgelegt werden. Ein Barren von 1 Gramm oder ein Barren von 10 Gramm kostet in der Herstellung das gleiche. Nur dass der Herstellungspreis sich einmal auf den Materialwert von einem oder von 10 Gramm Gold verteilen lässt.

Genauso ist es natürlich auch bei der Herstellung von Münzen. Hier ist es sogar noch schwieriger, da die Münzen in vergleichsweise geringen Auflagen hergestellt werden, was die Herstellung noch einmal verteuert. Aber auch hier gilt, dass es sinnvoller ist, größere Münzen zu erwerben als kleinere. Allerdings haben Sammlermünzen hauptsächlich den ideellen Wert des Sammlerobjektes. Sammeln bringt viel Spaß mit sich. Die Sammlung immer wieder um weitere Stücke zu ergänzen und zum Schluss zu komplettieren, macht richtig Spaß. Doch beim Spaß sitzt man wieder in der emotionalen Zwickmühle. Faktisch gesehen kostet der Spaß einiges und daher sind auch Münzen nur selten als Vermögensanlage geeignet. Ausgenommen davon sind echte Goldmünzen wie z.B. der Krügerrand. Der Krügerrand wird in einer hohen Auflage geprägt, was die Herstellung günstiger gestaltet. Aber auch hier gibt es diverse Einheiten, 2, 1, ½, ¼ und 1/10 Unze (Oz). Selbstverständlich ist auch hier der Kauf der 2 oder 1 Oz Rand-Münze sinnvoller als der der kleineren Münzen.

Der geeignetste Erwerb ist wohl der Erwerb von Edelmetallen zum vollen Barrenpreis. Denn auch hier ist die höchste Gewichtsklasse der Barren die wirtschaftlich sinnvollste Lösung. Erfreulich ist, dass es Möglichkeiten gibt, auch mit geringeren Beträgen zum Preis großer Barren einzukaufen. So kauft man fürs Geld das Maximum an Edelmetallen ein und braucht sich nur noch einer Emotion hingeben, dem guten Gefühl, das Richtige getan zu haben.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm bietet den Kauf der physischer Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium an. Damit können die Chancen verschiedener Edelmetalle miteinander kombiniert werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.

Bildrechte: Urheber: Holmessu, ID: #217416350


Mesut Pazarci

Gold ist meine Welt. Mit physischem Gold konnte ich viele Kunden Jahr für Jahr nicht nur eine sichere sondern auch eine rentable Anlage bieten. Dadurch erreichte ich überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei meinen Vertriebspartner und in unserem Unternehmen.

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