Mesut Pazarci: Bausparkassen brauchen Reserven auf

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

Das klassische Bausparen steht regelmäßig in der Kritik. Zu kostenintensiv, zu starr, unprofitabel, das sind allein die häufigsten Kritikpunkte. Die Niedrigzinsen machen den Bausparkassen seit Jahren zu schaffen. Die Möglichkeiten, außerhalb des traditionellen Bauspargeschäftes Geld zu verdienen, werden ständig geringer. Viele Kassen sehen keine andere Möglichkeit als ihre Reserven aufzubrauchen.

Ist das klassische Bausparen noch trendig? Mit dieser Fragestellung beschäftigen sich immer mehr Kunden, die sich mit der möglichen Verwirklichung eines eigenen Zuhauses auseinandersetzen. Das Argument der niedrigen Zinsen beim Bauspardarlehen lockt heutzutage kaum noch jemanden hinter dem Ofen vor. Klassische Immobilienfinanzierungen gibt es derzeit mit Verzinsungen, von denen die Bausparkassen einst nur träumen konnten. Der größte Pferdefuß beim Bausparen ist die Ansparphase. Möchte man danach einen geringen Darlehenszins erlangen, muss ein vergleichbar kleiner Guthabenzins im Verlauf der Ansparphase ausgemacht werden. Und das bedeutet, dass im Verlauf der Ansparphase das Guthaben gering verzinst, aber systematisch inflationiert wird. Das heißt, dass die Kaufkraft des Guthabens im Verlauf der Ansparphase permanent abnimmt. Dazu kommen Abschlussgebühren, regelmäßige Kontoführungsgebühren und ein Zwangs-Abo für ein Bausparmagazin, welches die Wenigsten interessiert. Und das kann keiner gebrauchen. Zusammenfassung: Geldvernichtung pur!

Doch nichtsdestotrotz gibt es recht viele alte Verträge, die mit 4 Prozent und mehr verzinst werden müssen, die gegenwärtig, wo es kaum noch Zinsen gibt, in der Tat ihre Daseinsberechtigung innehaben. Aber diese Verträge versuchen die Bausparkassen loszuwerden. Zu kostspielig wird es ihnen, ihre einstigen Zinsversprechen einzulösen. Demzufolge probieren die Kassen, dieses teure Altgeschäft loszuwerden.

Um ihre vertraglichen Leistungen zu erfüllen, haben die Bausparkassen nach Angaben des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‘ (Ausgabe 10/2018, EVT. 20. September) ihren seinerzeit stattlichen Notfallfonds in 2017 um etwa die Hälfte aufgebraucht. Aus den Untersuchungen der Rechenschaftsberichte stellte Capital fest, dass die Fonds zur „bauspartechnischen Absicherung“ im Jahr 2017 von anfangs 1,34 Milliarden Euro auf 637 Millionen Euro geschmolzen sind. Eine Weiterführung dieser Vorgehensweise würde den größten Teil der Reserven bis Ende 2018 erschöpfen. Eingangs dienten jene Reserven dazu, die langen Zuteilungszeiten abzukürzen. Anfang der 90er Jahre wurden diese Fonds eingerichtet, um den Kunden schneller ihre Darlehen zuteilen zu können. Doch angesichts der Niedrigzinsphase wurde den Anbietern im Jahr 2015 erlaubt diese Reserven zum Ausgleich von Verlusten im laufenden Geschäft zu verwenden.

Als Beitrag „zur weiteren Stabilisierung“ des Geschäfts bezeichnet im Übrigen der Verband der privaten Bausparkassen ebendiese Entnahmen. Schöne Umschreibung für ein kaum zu verharmlosendes Problem, denn wenn die Reserven erstmal weg sind, womit wird dann das Geschäft „stabilisiert“ werden? ‚Capital‘ berichtet, dass die Bauspar-Tochter des Versicherers Debeka ihren Notfall-Fonds gegenwärtig völlig aufgebraucht hat und die Debeka sich darauf einrichtet, ihrer Bausparkasse in 2019 anhand einer Liquiditätsspritze zu unterstützen. Bei der BHW Bausparkasse, der Aachener Bausparkasse, der Signal-Iduna Bauspar- und der Deutscher Ring Bausparkasse sieht es auch nicht positiver aus. Ihre Reserven sind auch ganz bzw. fast aufgebraucht. Dabei wurden die Mittel aus den Notfonds genutzt, Erträge aufzubessern oder auch das Eigenkapital zu steigern, um mehr klassische Immobiliendarlehen ausreichen zu dürfen.

Bausparen unrentabel für die Anbieter?

Sogar bei den Bausparkassen ist das klassische Bauspargeschäft eher unpopulär geworden. Die Bauspardarlehen sind natürlich viel kleiner und deshalb entsprechend kostenintensiver als herkömmliche Immobiliendarlehen. Wüstenrot hat beispielsweise zwei Milliarden Euro über Bauspar-Darlehen vergeben, aber 17 Milliarden Euro über sogenannte außerkollektive Darlehen. Mit denen ist schließlich noch Profit zu machen, auch wenn die Risiken solcher Darlehen viel höher sind.

Was über die Politik ermöglicht wurde, wird nun durch die Politik kritisiert. Bundestagsabgeordneter Gerhard Schick von den Grünen kritisierte, dass das Geld aus den Fonds an sich den Bausparern zustehe. Er forderte, dass die Eigentümer der Bausparkassen Verluste begleichen sollten, statt die Notfallrücklagen aufzulösen. „Bevor die Eigentümer ihren Anteil geleistet haben, ist der Einsatz dieser Gelder der Kunden aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt“, erklärte Schick. Es darf gefragt werden, was die Politik erwartet hat, als sie den Bausparkassen 2015 die anderweitige Anwendung dieser Reserven erlaubte. Letztlich wäre diese Entscheidung überhaupt nicht notwendig gewesen, befände sich die Branche nicht damals schon vor kaum regelbaren Problemen.

Alles in allem muss festgehalten werden, dass das Bausparkassenprinzip keinesfalls nur bei der Zielgruppe an Attraktivität einbüßte, auch die Anbieter wenden sich viel lieber anderen Geschäften zu. Eine klare Absage für den Bausparvertrag.

Immer mehr Angebote bekommen Schwierigkeiten

Nach den Lebensversicherern stehen also nun auch die Anbieter für Bausparverträge zunehmend in der Kritik. Die Konzepte für das Bausparen, die Lebensversicherung & Co. vergangener Tage drohen im Verlauf der nun seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase des Schuldgeldsystems zu scheitern. Die Lebensversicherungsgesellschaften beginnen, ihre unrentablen Kundenbestände zu verkaufen, die Bausparkassen plündern ihre Reserven, die Sparer müssen umdenken. Die vorherrschenden Glaubenssätze, dass das Geld bei Finanzinstituten ungefährdet sei, gehören der Vergangenheit an. Unabhängig davon sind die Sicherungssysteme nicht ansatzweise hinreichend, um das Geld der Sparer vollständig zu schützen. So sind beispielsweise Vermögen bei den Bausparkassen nur bis 100.000 Euro abgesichert. Der Einlagensicherungsfonds der Deutschen läuft Gefahr zweckentfremdet zu werden, denn die EU plant, Risiken von Instituten anderer europäischer Partnerstaaten zu verteilen. Zwar versucht Deutschland sich noch tapfer zu wehren, doch die Vergangenheit hat leider eindrucksvoll belegt, dass Deutschland als stärkster Zahler in der EU dem Druck nur eine bestimmte Zeit standhalten kann. Politik scheint immer wichtiger als der Schutz der Vermögen der Sparer und deren Interessen stehen bereits heute nach den Interessen der Institute an. Unabhängig davon, sind vorhandenen Summen der Sicherungsfonds im Ernstfall nicht genügend. Die Frage ist, wie lange der Einzelne ausharren wird. Ist es in Wahrheit vernunftgemäß, darauf zu vertrauen, dass Dritte die Spareinlagen schützen oder ist es womöglich an der Zeit, die Vermögenssicherung in die eigenen Hände zu nehmen? Diese Frage muss sich der Einzelne eigenständig beantworten.

Gold, zuverlässiger Vermögensschutz

Eine Unze ist eine Unze, sagt der Volksmund. Hinter dieser Aussage steckt eine unumstößliche Erkenntnis, nämlich die, dass man für eine Unze Gold immer und allerorts etwas erstehen konnte und kann. 1923 konnte man für eine Unze Gold einen maßgeschneiderten Anzug im Wert von 20 Dollar zu beziehen. Heute, im Jahr 2018 ist kein maßgeschneiderter Anzug für 20 US-Dollar erhältlich, für die Unze Gold andererseits schon, denn diese ist heute rund 1.200 US-Dollar wert.

Als privater Anleger ist daraus ganz leicht zu erkennen, dass es sich bei einer Anlage in das gelbe Metall um eine geeignete Möglichkeit zur Vermögenssicherung handelt. Im Edelmetallbereich gibt es derzeit Kaufempfehlungen. Der Anfang langfristiger Haussen ist bereits überfällig, was offensichtlich für die Edelmetalle spricht. Schon lange ist es im Bewusstsein der Anleger angekommen, dass es zweckmäßig ist, ein Edelmetallportfolio aufzubauen und auch zu diversifizieren. Edelmetalle erfreuen sich momentan maximaler Beliebtheit.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit CEO Mesut Pazarci, aus Heusenstamm ist in der Lage diesem Bedürfnis das passende Angebot entgegensetzen. Diese Vorsorge sichert das Eigentum langfristig vor möglichen Finanzturbulenzen.

Quelle: capital.de

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Mesut Pazarci

Gold ist meine Welt. Mit physischem Gold konnte ich viele Kunden Jahr für Jahr nicht nur eine sichere sondern auch eine rentable Anlage bieten. Dadurch erreichte ich überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei meinen Vertriebspartner und in unserem Unternehmen.

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