Mesut Pazarci: Dollar in Krisenstimmung: China wirft große US-Schatzpapierbestände auf den Markt

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

China trennte sich vom größten US-Schatzpapierbestand seit 8 Monaten. Hier folgen die näheren Umstände zur fortlaufenden Entdollarisierung.

China trennt sich abermals von großen Beständen von US-Schatzpapieren. Chinas Quote an US-Staatspapieren hatte den größten Rückgang seit Januar im September des laufenden Jahres, da die anhaltenden und stetig zunehmenden Handelsspannungen mit den Vereinigten Staaten die größte Ökonomie der Welt dazu veranlassten, Maßnahmen zur Stabilisierung ihrer Landeswährung zu ergreifen.

Und um den Renimbi zu festigen, werden die Chinesen auf den US-Dollar verzichten. Obschon die Nation immer noch der größte ausländische Inhaber der US-Auslandsverschuldung ist, hat die Volksrepublik China ihren Anteil um knapp 14 Milliarden USD vermindert. Die Bestände des Landes sanken im August von fast 1,17 Billionen USD auf 1,15 Billionen USD. Dies geht aus den jüngsten Angaben des Finanzministeriums hervor. Nach einer Berichterstattung von RT markiert der Rückgang den vierten Monat in Folge. China folgt Japan an die Spitze, da der Anteil der US-Staatsanleihen auf 1,03 Billionen US-Dollar schrumpfte, der geringste Wert seit Oktober 2011.

Andere Nationen verlassen den Dollar und destabilisieren dadurch die US-Währung enorm. Chinas Beteiligung an den USA wurde vermindert, da die Staatsführung immer mehr Geld aufnimmt. Und mit einem neuerlich gespaltenen Kongress sieht es nicht so aus, als würde weder das Defizit in nächster Zeit sinken noch der Handelskrieg gestoppt.

Dieser jüngste Rückgang der Anleihekäufe aus den Vereinigten Staaten von Amerika kommt zu dem eskalierenden Handelskrieg zwischen Peking und Washington dazu. Dieser wird verstärkt aufgrund des Ungleichgewichts im Handel, des Marktzugangs und des angeblichen Diebstahls von US-amerikanischen Technologiegeheimnissen durch chinesische Unternehmen. Bislang haben die USA Zölle auf 200 Milliarden US-Dollar für chinesische Waren festgelegt und Peking revanchierte sich über Zölle auf 60 Milliarden US-Dollar an US-Gütern und stoppte den Kauf von amerikanischem Rohöl. Wenn keine Einigung erzielt wird, wachsen die Zölle im Januar auf 25 Prozent.

Die kontinuierlich wachsende Staatsverschuldung und Inflation, gekoppelt mit dem Handelskrieg, für den die Amerikaner augenblicklich bezahlen, könnten einen ungeheuren Druck auf eine ohnehin instabile Volkswirtschaft ausüben.

Während es auf das erste vollständige Jahr zugeht, werden die Amerikaner gezwungen sein, noch vielmehr Geld auszugeben, um den politischen Launen der herrschenden Klasse zu entsprechen. Ohne eine Einigung zwischen Trump und dem chinesischen Führer Xi Jinping, der in diesem Monat wahrscheinlich an einem G20-Gipfel beteiligt sein wird, werden die letzthin eingeführten 10-Prozent-Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar auf 25 Prozent angehoben. Weiterhin kann die Trump-Administration andere Tarife für die verbleibenden rund 250 Milliarden USD chinesischer Produkte festlegen, die den ersten Runden entgangen sind.

Am Freitag sagte Präsident Donald Trump, er werde „vier oder fünf“ der großen Dinge auslassen, die die USA von den Handelskriegsverhandlungen verlangen. „China will einen Deal machen. Sie haben eine Liste mit Dingen geschickt, die sie tun wollen, was eine große Liste ist und für mich einfach noch nicht akzeptabel ist. Aber irgendwann denke ich, dass wir in Bezug auf China sehr gut abschneiden“, sagte Trump gegenüber Reportern. nach RT.

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Quelle: https://www.silverdoctors.com/


Mesut Pazarci

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