Mesut Pazarci: Unkontrolliertes Schuldenwachstum, ohne Ausweg in den Crash

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

Fiat Geld, also aus dem Nichts über einen Buchungssatz durch Banken erschaffenes Geld ohne materiellen Wert stellt die Hauptursache für die Umverteilung von Vermögen dar. Zins und Zinseszins haben diesem System aber ein Ablaufdatumsstempel aufgedrückt, der durch mathematische Zusammenhänge unaufhaltsam ist.

Bis jetzt fehlt vielen noch immer das Wissen darüber, wie Geld entsteht und welche destruktive Energie Zinsen nach sich ziehen. Um diesen Zusammenhang zu veranschaulichen, soll hier ein Beispiel herangezogen werden.

Giralgeldschöpfung durch Darlehensvergabe

Geld wird durch Vergabe von Schulden durch Kreditinstitute erzeugt. Ein Kunde beantragt z.B. einen Kredit über 100.000 Euro. Seine Bank gewährt ihm den Kredit für 3 Prozent Zinsen. Sie bucht in ihrer Bilanz auf der Aktivseite eine Kreditforderung gegenüber dem Kunden in Höhe von 100.000 Euro ein. Der Kredit wird dem Kunden auf sein Girokonto überwiesen. Girokonten werden bei der Bank auf der Passivseite der Bilanz geführt. Die Gutschrift der 100.000 Euro ist eine Einlage des Kunden und folglich eine Verbindlichkeit der Bank gegenüber dem Kunden.

Beinahe grenzenlos viel Luftgeld

100.000 Euro sind entstanden, ohne dass auch nur ein Geldschein oder eine Münze produziert werden musste, aus dem Nichts. Diese Prozedur ist annähernd unbegrenzt umsetzbar. Es besteht eine Mindestreservepflicht, die derzeitig bestimmt, dass 1 Prozent des ausgereichten Darlehensvolumens bei der Zentralbank hinterlegt sein muss. Das bedeutet, dass für jeden Euro, den eine Bank oder Sparkasse bei der Zentralbank hinterlegt, 100 Euro aus dem Nichts geschöpft und als Darlehen vergeben werden dürfen.

Tilgung vernichtet Geld

Sofern ein Darlehen zurückgezahlt wird, erfolgt die Gegenbuchung und das vorher erschaffene Geld wird wieder vernichtet. Für das Beispiel heißt das folgendes. Angenommen, der Kunde zahlt jedes Jahr 10.000 Euro an die Bank zurück. In dem Fall würden jährlich 10.000 Euro des im Vorfeld erschaffenen Geldes wieder vernichtet. Insofern existiert auch gar kein Problem, denn geschöpftes Geld wird stets wieder auch vernichtet, sobald ein Darlehen getilgt wurde.

Aber was ist mit den Zinsen?

Das wesentliche Problem sind die Zinsen. Durch die Erhebung von Zinsen geht zwangsläufig mehr Geld an das Finanzinstitut zurück, als insgesamt an Darlehen ausgereicht wurde. Aber dieses Mehr an Geld wurde nicht bei Darlehensausreichung erzeugt. Woher kommt dann dieses Geld?

Zinsen wachsen nicht linear

Und das zweite Problem ist das exponentielle Wachstum der Zinsen. Zinsen, die im darauffolgenden Jahr erneut verzinst werden, die Zinseszinsen, werden mit der Zeit immer mehr. Angenommen, der Kunde aus dem Beispiel würde seinen Kredit nicht abzahlen und nur Zinsen bezahlen. Im ersten Jahr müsste er für seine 100.000 Euro Darlehen 3.000 Euro Zinsen zu begleichen. Diese zahlt er aber nicht, sondern bucht sie als zusätzliche Schuld auf das Kreditkonto. Im Jahr darauf wären es schon 3.090 Euro, zehn Jahre später lägen die Zinsen bei 3.914,32 Euro. Sein Kredit wäre nach 10 Jahren bereits auf 130.477,32 Euro angewachsen. In 10 Jahren wären folglich Zinsen in Höhe von 30.477,32 Euro entstanden. Dieses Geld muss, wenn es bezahlt werden soll, aus anderen Quellen entspringen.

Die Zinsen des Einen treibt andere in den Ruin

Tatsache ist allerdings, falls das Geld für die Zinsen nicht erzeugt wird, muss dieses aus anderen Quellen stammen. Und das heißt gezwungenermaßen, dass irgendjemand anderes nicht genug Geld haben wird, um seine Schulden zurückzuzahlen. Für die Schuldzinsen existiert nur eine Richtung, die fließen in Gänze an die Finanzinstitute, die die Darlehen vorab ausgereicht haben.

Nicht jeder Kredit wird getilgt

Es gibt Darlehensnehmer, die ihre Darlehen nicht zurückzahlen. Der größte Schuldner ist der Staat. Staatsschulden werden durch Neuaufnahme von Schulden getilgt. Der eigentliche Schuldenberg bleibt erhalten. Im Jahr 1950 belief sich das Volumen der Staatsverschuldung in Deutschland umgerechnet 10 Mrd. Euro (seinerzeit war die Deutsche Mark die Landeswährung). 1960 lag die Verschuldung bereits bei 29 Mrd. Euro, 1970 bei 64 Mrd., 1980 bei 239 Mrd., 1990 bei 538 Mrd., 2000 bei 1.211 Mrd., 2010 bei 2.012 Mrd. Euro. Für diese Lasten müssen Zinsen geleistet werden. Von 1950 bis 2010 sind es 60 Jahre. Würde der Darlehensnehmer aus dem Beispiel oben seine Schulden über diese gesamten 60 Jahre nicht zurückbezahlen, hätten sich in dieser Zeitspanne Zinsen in Höhe von rund 472.000 Euro angesammelt. Der Gesamtbetrag läge somit bei 572.000 Euro.

Teufelskreis des Fiat Geldes

Damit die Schuldzinsen bezahlt werden können, müssen demzufolge permanent neue Darlehen vergeben und neues Geld geschöpft werden. Aber je mehr Geld erschaffen wurde, desto mehr Zinsen fallen an. Das ist ein auswegloser Kreislauf. Und der Prozess beschleunigt sich, je länger das System existiert. Zins und Zinseszins werden mathematisch mit einer Exponentialfunktion beschrieben. Solche Funktionen gehen mit Voranschreiten der Zeit gegen Unendlich, also auf einen Zustand zu, den es in der Natur nicht gibt. Als Folge ist die zeitliche Begrenztheit des Systems unumstritten. Der einzige Weg, vor dem Zusammenbruch vorzusorgen, sind Sachwerte.

Sofort Gold und Silber kaufen!

Losgelöst davon, ob so eine Situation eintritt oder nicht, kann festgestellt werden, dass eine geldwertlosgelöste Vorsorge auf jeden Fall sinnvoll ist. Edelmetalle, speziell Gold und Silber eignen sich hervorragend als so eine Vorsorge und das zu jeder Zeit.

Wenn man den Goldpreis beobachtet und dieser gerade am Steigen ist, ist es trotzdem nicht so, dass Gold teuer ist. Selbstverständlich ist es sinnvoller, sofort zu kaufen, bevor der Preis vollends Höhenflüge vollzieht. Aber wer kann schon verlässlich vorhersehen, ob der Preis weiter nachgibt oder ansteigt? So lange Papiergeld in Gold getauscht wird, ist die Entscheidung nach dem Einstieg tatsächlich zweitrangig. Warten könnte schließlich dazu führen, dass man einen günstigen Einstiegszeitpunkt versäumt.

Edelmetalle sind eine perfekte Lösung für sicherheitsorientierte Anleger. Sie bieten die Sicherheit des Sachwertes, erfreuen sich großer Beliebtheit und Nachfrage und haben sich seit Jahrtausenden als werthaltiger Vermögensspeicher bewährt. Wer Edelmetalle besaß, musste niemals einen Totalverlust erleiden. Eine ausgesprochen sinnvolle Möglichkeit, sind vor allem gemischte Edelmetallportfolios.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm ermöglicht den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Hierdurch können die Chancen verschiedener Edelmetalle miteinander vereint werden. Die Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle in physischer Form abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

Bildrechte: AdobeStock, Urheber: Andrey Popov, ID: #146196964


Mesut Pazarci

Gold ist meine Welt. Mit physischem Gold konnte ich viele Kunden Jahr für Jahr nicht nur eine sichere sondern auch eine rentable Anlage bieten. Dadurch erreichte ich überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei meinen Vertriebspartner und in unserem Unternehmen.

%d Bloggern gefällt das: