Mesut Pazarci: Vermögenssicherung mit Sammlermünzen?

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

Regelmäßig kommen Flyer von Münzanbietern in die Briefkästen der Haushalte. Münzen aus Gold, Silber Palladium oder Platin werden zu angeblich günstigen Preisen angepriesen. Es wird mit stattlichen Wertsteigerungen geworben. Nur dabei ist nicht alles Gold, was glänzt.

Besondere Sammlermünzen in streng limitierter Auflage sollen die Menschen begeistern. Spezialisierte Handelshäuser, die oft den Begriff „Münze“ im Namen haben, stellen es so dar, dass sie ausgesprochen wertvolle Sammlerstücke mit enormem Wertsteigerungpotential anbieten. Kleine Auflagen werden als Vorteil dargestellt, da auf diese Weise Seltenheit suggeriert wird. Was selten ist, ist automatisch wertvoll, oder etwa nicht?

Nun, darüber kann man bedenkenlos streiten, ob seltene Goldmünzen tatsächlich wertvoller sind, als offizielle Anlegermünzen wie beispielsweise der Krügerrand. Am leichtesten lässt sich das zu dem Zeitpunkt feststellen, wenn man die Münzen wieder zu Geld machen möchte. Bietet man diese Münzen bei einem Goldhändler oder einer Bank an, wird dem Motiv keine Zuwendung geschenkt. Es werden ausschließlich der Goldgehalt und das Gewicht festgestellt und zum Altgoldtarif vergütet. Bei solchen Anlaufstellen wird die Rarität folglich nicht gewürdigt, denn das Gold wird mit dem restlichen angekauften Altgold eingeschmolzen.

Sammler zahlen möglicherwiese mehr

Das mit den Sammlern ist so eine Sache. Jene sogenannten geringen Auflagen sind oft gar nicht so gering. Freilich wird es Einige geben, die sich solche Sammlerstücke kaufen. Doch die haben logischerweise die Möglichkeit, die kompletten Sätze der Münzen zu erwerben. Aus welchem Grund sollten sie also über den Zweitmarkt gehen? Der einzige vorstellbare Grund wäre, die Münzen günstiger von einem Dritten zu bekommen als im Abonnement. Aber dann wäre das Argument von der Wertsteigerung nur ein Märchen.

Der Schein trügt

Oft ist es auch desillusionierend, wie groß die Münzen oder Medaillen tatsächlich sind. Meist sind die Münzen sehr klein. Oft findet man nicht einmal das Gewicht im Angebot, weil es gut versteckt wurde. Mit der normalen Post kommt dann eine Münze, die man ohne Lupe kaum richtig ansehen kann, die nur 1 – 3 Gramm Gewicht hat und kaum als Münze wahrgenommen werden kann. Oder noch dreister, es werden Sets gängiger Goldmünzen angeboten, die man einzeln für weniger als die Hälfte des Preises erhält, nur weil sie in einer edlen Münzkassette liegen und ein Booklet beigefügt wird. Booklet und Kassette kosten folglich mehr als die Goldmünzen zusammen?

Oft wird ein Ansporn gegeben, der das Gefühl vermitteln soll, z. B. eine Münze zu einem besonders günstigen Preis erhalten zu können. Anzeigen, in denen eine Münze mit Bild dargestellt wird, die zu einem Spottpreis angeboten wird, sind keine Seltenheit. Dabei wird ein Kaufpreis unter dem vermeintlich regulären, oft durchgestrichenen Preis dargestellt, der nur halb so hoch ist oder noch weniger. Allerdings wird nicht dargestellt, wie der durchgestrichene, reguläre Preis zustande kommt und ob dieser überhaupt gerechtfertigt ist. Die Methode erinnert an die Ausverkäufe in Modehäusern zum Sommer- oder Winterschlussverkauf.

Order zur Ansicht?

Interessant wird es, wenn nach diesen Bestellungen plötzlich unaufgefordert „Exemplare zur Ansicht“ zugestellt werden. Diese „Exemplare zur Ansicht“ müssen bei „Nichtgefallen“ innerhalb bestimmter Fristen zurückgeschickt werden. Andernfalls geht man ein Abonnement ein. Der Einstieg wird hier über den niedrigen Einstiegspreis verlockend gestaltet. Jedoch wird nicht oder nur schwierig nachvollziehbar, wie viele Münzen zu der Sammlung gehören werden und was diese insgesamt kosten.

Gleichermaßen ist es bei Bestellungen. Wird ein vermeintlich günstiges Teil geordert, geht man meist ein Abonnement ein und bekommt in Zukunft regelmäßig Stücke aus diesem Set geliefert. Diese sind dann selbstverständlich nicht mehr so preiswert, wie der Erstkauf. Auch wenn diese Münzen aus Edelmetallen bestehen, sind diese verhältnismäßig teuer, da sie in vergleichsweise geringen Stückzahlen produziert werden und deshalb schon ausgeprägt kostenintensiver in der Herstellung sind, als klassische Anlagemünzen wie Krügerrand, Maple Leaf usw.

Wertsteigerungsaussichten beziehen sich fast nie auf das Stück

Diesen Sammlermünzen werden in der Regel hohe Wertsteigerungsaussichten seitens des Anbieters zugesprochen. Häufig findet man in den zugefügten Flyern Charts mit Wertentwicklungen. Teils ist jedoch kaum verständlich, wie diese Wertentwicklungen zustande kommen. Meist geht es dabei einzig um die Wertentwicklung des Materials, sprich Gold, Silber, Platin etc.. Sammlermünzen können natürlich Wertsteigerungen erfahren. Doch dafür ist natürlich der Einkaufspreis ein sehr wichtiges Kriterium. Bei Sammlerstücken besteht immer das Problem des Verkaufs. Es gibt gewissermaßen keinen Markt. Wenn man sich Gold-Sammlermünzen kauft, kann man diese in der Regel nur an weitere Sammler weiterverkaufen. Andernfalls werden diese Münzen nach dem reinen Materialwert bewertet. Bestehen die Münzen aus Feingold, ist das einfach. Sind diese jedoch kein Feingold, werden diese bestenfalls als Altgold veräußerbar.

Verlustgeschäft beim Verkauf vorprogrammiert

Noch härter trifft es den Sammler, wenn er mal in eine finanzielle Zwangslage kommt und sich deshalb von seiner heiß geliebten Sammlung in Gänze oder teilweise trennen muss. Es war nicht selten mühevoll, die Sammlung vollständig zu machen. Und nun soll oder – viel schlimmer – muss die Sammlung wiederveräußert werden. Das trifft den Sammler oft mehrfach. Denn nun muss er sich von seinen liebgewonnenen Stücken trennen und diese in der Regel sogar unter Wert verkaufen, denn wie so häufig ist es unter Zeitdruck selten möglich, einen anderen Menschen zu finden, der bereit ist einen adäquaten Preis zu zahlen. Im Gegenteil: Wenn man mit Druck etwas dringend verkaufen muss, erzielt man fast nie einen zufriedenstellenden Preis.

Alternative: Anlagemünzen oder Barren

Eine Alternative sind Goldmünzen. Hier unterscheidet man zwischen Anlagemünzen und Umlaufgoldmünzen, die ursprünglich in hohen Auflagen dafür hergestellt wurden und tatsächlich als Zahlungsmittel fungieren. Unter den Anlagemünzen unterscheidet man Münzen mit jährlich gleichbleibenden Motiven (z.B. Krügerrand, Wiener Philharmoniker, Maple-Leaf, American Eagle oder American Buffalo) und Anlagemünzen mit jährlich wechselnden Motiven (z.B. Australian Nugget, Australian Känguru, Goldene Lunar-Serie oder Panda Goldmünze aus China). Diese werden neben dem Goldinvestment gern auch als Sammlerstücke erworben. Die Prägekostenaufschläge sind bei Münzen im Vergleich zu Barren höher und daher sind Münzen im Verhältnis zum Materialwert etwas teurer.

Bei einem reinen Goldinvestment empfiehlt es sich also, möglichst große Barren zu erwerben, um die anfallenden Herstellungskosten so gering wie möglich zu gestalten. Falls nicht genug Kapital für die größte Barrengröße vorhanden ist oder ratierlich investiert werden soll, müsste auf kleinere Barrengrößen zurückgegriffen werden. Das erhöht allerdings wieder den Kostenanteil.

Die PIM GOLD und Scheideanstalt GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm in Hessen bietet den physischen Kauf der Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Damit können die Vorteile unterschiedlicher Edelmetalle miteinander vereint werden. Die kostengünstige Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle in physischer Form abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit ist nicht möglich.


Mesut Pazarci

Gold ist meine Welt. Mit physischem Gold konnte ich viele Kunden Jahr für Jahr nicht nur eine sichere sondern auch eine rentable Anlage bieten. Dadurch erreichte ich überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei meinen Vertriebspartner und in unserem Unternehmen.

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