Mesut Pazarci: Die unausgewogene Betrachtung der Lebensversicherung

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

In Anlehnung an Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gab es Ende 2018 knapp 87 Millionen Verträge in unserem Land. Davon fungieren fast 16 Millionen Verträge als betriebliche Altersversorgung. In der Sparte Leben erhöhte sich 2018 laut GDV das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag um 1,9 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Das Geschäft mit Einmalbeitrag stieg um 3,7 Prozent auf 27,2 Milliarden Euro. Ist die Lebensversicherung wieder attraktiv?

Es existiert die Ansicht, eine Lebensversicherung, die vor 2004 abgeschlossen wurde und deshalb noch steuerlich begünstigt wäre, würde sich in Anbetracht der derzeitigen Tiefzinsen immens rechnen, da diese Traumrenditen ermögliche. So einen Vertrag dürfe man auf keinen Fall auflösen. Eine solche Argumentation erscheint auf den ersten Blick folgerichtig und nachvollziehbar. Allerdings nur dann, sofern man unnachgiebig davon überzeugt ist, dass das Geld seinen Wert behält. Aber dass dem keinesfalls so ist, ist historisch erwiesen.

Wo liegt der Irrtum?

Viele sehen Geld nur in nur Nominalbeträgen. Was heißt das? An einem Sparbuch lässt es sich überaus einfach vermitteln, wo beim Denken in Nominalbeträgen der Fehler liegt. Angenommen, jemand hatte Anfang 2018 10.000 Euro auf seinem Sparkonto. Der durchschnittliche Zins auf Spareinlagen mit 3-monatiger Kündigungsfrist lag in der Euro-Zone in 2018 bei 0,44 Prozent p.a. Das heißt, dass für das Jahr 2018 0,44 Prozent, ergo 44 Euro an Zinserträgen gutgeschrieben werden. Das Guthaben ist demzufolge auf 10.044 Euro angestiegen. Nominal gesehen, ist der Inhaber dieses Sparkontos also um 44 Euro reicher geworden.

Inflation frisst Gewinn

Das statistische Bundesamt weist für 2018 eine durchschnittliche Teuerungsrate von 1,8 Prozent aus. Das heißt, dass die Preise Produkte des modellhaften Warenkorbes, der zur Feststellung der Teuerungsrate bestimmt wurde, um 1,8 Prozent angewachsen sind.

Offizieller Warenkorb trifft auf die Wenigsten zu

Das Problem mit dieser amtlichen Inflationsrate liegt darin, dass diese keineswegs auf jedweden Haushalt anwendbar ist. Der Warenkorb ist für jeden Haushalt anders. Folglich wirken sich Preissteigerungen verschiedener Produkte und deren Kaufhäufigkeit auch individuell aus.

Allerdings wenn man für das Beispiel paradigmatisch die amtliche Inflationsrate anwendet, bedeutet dies für den Sparer und seine 10.044 Euro Guthaben, dass er für dieses Guthaben nach einem Jahr nur noch Güter im Wert von 9.863,21 Euro käuflich erwerben kann.

Obgleich sein Sparguthaben zahlenmäßig gestiegen ist, ist er somit trotzdem aufgrund der Inflation ärmer geworden. Wie sich die Inflation korrekt auswirkt, kann nur jeder selbst berechnen, sofern er sein Kaufverhalten erfasst und die Preissteigerung seiner Produkte berücksichtigt. Viele werden bemerken, dass diese individuelle Inflationsrate allerhand höher, häufig sogar zweistellig ist.

Sparbuchzinsen allzeit seitens Inflation überflügelt

Betrachtet man die historischen Sparbuchzinsen und bringt diese in Relation zu den amtlichen Inflationsraten, wird auffällig, dass die Zinssätze stets kleiner waren als die Inflation. Dieses Problem betrifft aber nicht nur Spareinlagen, sondern alle Geldwertanlagen, folglich auch die Lebensversicherung. Wird also die Inflation in Relation gesetzt, ist jedwede Diskussion darüber, ob eine Lebensversicherung vernünftig wäre oder nicht, unnötig. Da fällt es auch nicht allzu sehr ins Gewicht, ob diese bis Ende 2003 abgeschlossen wurde oder nicht. Geldwerte sind zur Vermögensspeicherung im Prinzip ungeeignet.

Substanzsicherung mit Edelmetallen

Der einzige effektive Weg, Vermögen zu speichern, kann nur über Sachwerte realisierbar sein, die von der Geldentwertung nicht betroffen sind. Edelmetalle beispielsweise, im Besonderen Gold sind perfekte Vermögensspeicher und das sogar über Jahrtausende.

Im antiken Rom kostete beispielsweise eine gute Robe eine Unze Gold. Ein Maßanzug kostet heute noch immer eine Unze Gold. Das Modell T von Ford kostete im Jahr 1908 850 USD, also 1.300 Gramm Gold. Ein gehobener Mittelklassewagen kostet momentan ungefähr 55.000 Euro, folglich etwa 1.300 Gramm Gold. Mittels dieser Beispiele kann imposant belegt werden, wie verlässlich Gold als Vermögensspeicher verwendet werden kann. Man könnte noch zahlreiche alternative Beispiele hierfür finden.

Ein Sachverhalt aus der Lebensversicherungspraxis kann den Gegensatz darlegen. Jede beliebige Lebensversicherung, mit einer Laufzeit von zum Beispiel 30 Jahren, hat den Effekt, dass zum Zeitpunkt des Abschlusses die in Aussicht gestellte Endauszahlung sehr hoch erscheint. Letztendlich soll dieses Produkt als private Zusatzvorsorge zur Alterssicherung dienen. Jedoch verändert sich dies innerhalb von 30 Jahren vollends. Die Ablaufsumme reicht dann nicht selten nicht einmal ansatzweise aus, um ein tatsächlicher Zuschuss für das Alter zu sein, denn Löhne und Preise haben 30 Jahre Inflation durchlebt. Hatte man bei Abschluss noch den Eindruck, die Summe würde für ein schönes Eigenheim reichen, reicht es dann bei Ablauf oft nur noch für einen Kleinwagen.

Werthaltige Güter behalten ihren Wert. Die Vorstellung, dass diese wertvoller werden, ist nicht ganz richtig. In Wahrheit verliert das Geld stetig an Kaufkraft. Wenn die Kaufkraft des Geldes nachlässt, bedeutet das, dass die Preise steigen. Daraus entsteht die Vorstellung, dass Sachwerte immer teurer werden, dass z. B. Immobilien eine Wertsteigerung erfahren. Doch tatsächlich muss man durch den Kaufkraftverlust immer mehr Geld aufwenden, um werthaltige Sachwerte wie Immobilien, Gold, Rohstoffe etc. zu kaufen.

Eine Vorsorge auf Anlagen aufzubauen, die von der Entwicklung des Geldes anhängig sind, ist somit eine leichtfertige Sache. Sinnvoller ist es, sich auf Anlagen zu konzentrieren, die unabhängig von der Geldwertentwicklung sind. Hier sind besonders Edelmetalle eine gute Wahl. Speziell Gold hat sich seit Jahrtausenden als solider Wertspeicher bewährt und wird das auch in Zukunft tun. Gold ist ein begrenzter Rohstoff und eignet sich ausgezeichnet zur Vorsorge. Jedes Portfolio sollte Edelmetalle an Bord haben. Hier waren die Experten bisher der Ansicht, dass 10-20% des Vermögens in Edelmetallen investiert sein sollten. Zwischenzeitlich sind viele dieser Experten der Ansicht, dass der Edelmetallanteil auch deutlich größer sein darf. Wer ein Drittel seines Vermögens in Edelmetalle investiert, kann damit nichts falsch machen.

Die PIM GOLD und Scheideanstalt GmbH mit CEO Mesut Pazarci, aus Heusenstamm ermöglicht den Kauf der physischer Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Auf diese Weise können die Chancen unterschiedlicher Edelmetalle kombiniert werden. Die Lagerung im Zollfreilager versetzt die PIM-Kunden in die Lage, jederzeit ihre Edelmetalle physisch abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

Bildrechte: Bernd Liebl, Magdeburg


Mesut Pazarci

Gold ist meine Welt. Mit physischem Gold konnte ich viele Kunden Jahr für Jahr nicht nur eine sichere sondern auch eine rentable Anlage bieten. Dadurch erreichte ich überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei meinen Vertriebspartner und in unserem Unternehmen.

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