Mesut Pazarci: Mit Geldwerten muss viel gerechnet werden

Veröffentlicht von Mesut Pazarci am

Prognoserechnungen sind Tagesgeschäft in der Finanzplanung. Wieviel zahlt man ein, wieviel kommt am Schluss heraus? Mit diesen Fragen müssen sich aber nur Eigner von Geldwertanlagen beschäftigen.

Wer mit Hilfe von Geldwerten für den Lebensabend anspart, handelt unbedacht, wenn er sich einfach auf irgendwelche Verträge verlässt. Geldwertanlagen sind direkt von der Entwicklung der Kaufkraft der Währung abhängig. Insofern ist es erforderlich, wichtige Faktoren bei der Planung einzubeziehen. Ignoriert man diese, könnte die Vorsorge vergebens sein. Mithilfe einfacher Mathematik kann sich jeder unter Zuhilfenahme eines Taschenrechners etwas mehr Klarheit darüber verschaffen, wieviel Geld für einen gesicherten Lebensabend tatsächlich notwendig sein wird.

Wer sich jedoch bei der Vorsorge auf Sachwerte konzentriert, beachtet einen der wichtigsten Faktoren automatisch mit, denn Sachwerte sind von der Geldwertentwicklung abgekoppelt. Gemeint ist die Inflation. Sachwerte sind wertbeständig. Ihre Preise reflektieren die Geldwertentwicklung. Das heißt, wenn die Kaufkraft des Geldes sinkt, steigt der Preis der Sachwerte.

Geldwerte für die Vorsorge unbrauchbar

Entscheidet man sich hingegen dafür, mit Geldwerten vorzusorgen, kommt man um Berechnungen nicht herum. Gemeinster Feind der Vermögensplanung unter Einsatz von Geldwerten ist die Inflation. Diese ist direkt vom Zinsniveau abhängig. Steigen die Zinsen, steigt auch die Geldentwertung und umgedreht. In der Vergangenheit war es in keinster Weise erreichbar, mit Bausparen, Banksparen oder Lebensversicherung die Inflation einzuholen oder nur auszugleichen.

Und auch die Steuer ist zu berücksichtigen. Zinserträge müssen versteuert werden. Das Problem ist, dass bei der Vorsorge mit Geldwerten aufgrund der Inflation dermaßen gewaltige Summe zusammenkommt, dass die Freibeträge für die Steuer schon äußerst früh ausgeschöpft sein werden. Noch dazu ist es sehr unrealistisch, eine so gewaltige Summe zu erwirtschaften. Die monatliche Sparlast wäre so hoch, dass sie viele überfordern würde.

Vorsorge mit Geldwerten könnte sinnlos sein

Schafft man es nicht, zur Genüge vorzusorgen, könnte sich der Aufwand als nutzlos entpuppen. Reicht die Vorsorge nicht aus, um den Lebensunterhalt zu finanzieren, muss vermutlich Grundsicherung beantragt werden. Und bei der Bemessung der Grundsicherung wird vorhandene Vorsorge einbezogen. Das heißt, dass man am Schluss nicht mehr Geld zur Verfügung hätte, als wäre keine private Vorsorge vorhanden. Der Konsumverzicht im Verlaufe des Berufslebens wäre vollends umsonst. Um eine Vorstellung zu erlangen, um welche Dimensionen es sich bei der Vorsorge mit Geldwerten handelt, soll ein Rechenbeispiel mit einem Versorgungsziel von 1.000 Euro aktueller Kaufkraft zur Veranschaulichung dienen.

Notwendiges Guthaben ermitteln

Die sogenannte gefühlte Inflation hängt vom persönlichen Kaufverhalten ab. Die Preise von Produkten und Leistungen steigen nicht in gleichem Maße. Steigt der Preis eines Produktes, welches im eigenen Haushalt häufig erworben wird, beeinflusst es die Inflation stärker als die ähnliche Preissteigerung einer Position, die selten erworben wird. Es ist also notwendig, die Augen offen zu halten und realistisch zu dokumentieren. Für das Beispiel wird eine durchschnittliche Inflationsrate von 3 Prozent pro Jahr angenommen.

1.000 Euro heutiger Kaufkraft entsprächen bei durchschnittlich 3 Prozent jährlicher Inflation in 40 Jahren 3.262 Euro. Grundregel: Alle 20 Jahre halbiert die Inflation die Kaufkraft, so dass 1.000 Euro in 40 Jahren nur noch 250 Euro heutiger Kaufkraft hätten. Inflationäre Einflüsse auf die Versorgungshöhe nach Rentenbeginn werden hier vereinfachend vernachlässigt.

Um die monatliche Versorgung von 1.000 Euro heutiger Kaufkraft (3.262 Euro in 40 Jahren) sicherzustellen, muss das Kapital so hoch sein, dass erstens, das Vermögen trotz Inflation erhalten bleibt und zweitens eine Entnahme so lange ausreicht, bis der Tod eintritt. Letzteres ist selbstverständlich ungewiss. Deshalb wäre es sinnvoll, die Lebenserwartung großzügiger zu bemessen. Das Geld soll schließlich nicht vorher zur Neige gehen! Angenommen, das Kapital soll bis Alter 100 reichen.

Der Rentenbeginn ist mit 67. Bis Alter 100 blieben 33 Jahre. Das Vermögen sollte also so lange reichen, bis 396 mal 3.262 Euro (33 Jahre = 396 Monate) entnommen würden.
3.262 Euro x 396 = 1.291.752 Euro.

Aus jetziger Sicht fallen Abgeltungssteuer oder Einkommenssteuer und ggf. Kirchensteuer an. Es werden damit pauschal 30 Prozent für Steuer berücksichtigt. Da nur der Ertragsanteil versteuert wird und nicht das Investment, sollen in dieser Berechnung nur 20 Prozent Steuer in der Berechnung berücksichtigt werden, da der Ansparbetrag, den man vom Gesamtbetrag abziehen müsste, ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt ist.
Die Steuer muss also zusätzlich erwirtschaftet werden, also addieren wir sie auf den ermittelten Endbetrag auf.
1.291.752 Euro x 120 Prozent = 1.550.102 Euro

Wir liegen jetzt bei über 1.5 Mio. Euro erforderlichen Kapitals, und das nur um eine Versorgung von monatlich 1.000 Euro heutiger Kaufkraft in Zukunft zu ermöglichen. Spätestens jetzt fällt auf, dass man einen sehr hohen Ansparbetrag oder aber eine wahnwitzig hohe Rendite benötigt, damit dies realistisch erreichbar wird. In deutschen Haushalten werden durchschnittlich 250 Euro monatlich in langfristige Sparverträge fürs Alter zurückgelegt. Und ein Haushalt kann auch aus Familien bestehen, also mindestens 2 Erwachsenen, auf die sie diese 250 Euro dann verteilen würden. Mit 250 Euro monatlich benötigt man eine zweistellige Rendite, um 1.5 Mio. Euro zu erwirtschaften! Und das selbstverständlich über die gesamte Laufzeit gesehen. Spätestens hier dürfte klar werden, dass es auf normale Weise nicht möglich ist, ausreichend vorzusorgen.

Kaufkraftschutz mit Edelmetallen

Der einzige effektive Weg, Vermögen zuverlässig zu speichern, kann einzig über Sachwerte möglich sein, die von der Inflation nicht betroffen sind. Edelmetalle beispielsweise, vor allem Gold sind ideale Vermögensspeicher und das sogar über Jahrtausende.

Wenn man zielführend vorsorgen möchte, ist das nur mit Sachwerten machbar. Man benötigt tatsächliche Wertspeicher, die inflationsresistent sind. Diese Wertspeicher transportieren den Geldwert, der heute investiert wurde, inflationsgeschützt in die Zukunft. Im antiken Rom kostete zum Beispiel eine gute Robe eine Unze Gold. Ein Maßanzug kostet heute ebenfalls eine Unze Gold. Das Modell T von Ford kostete im Jahr 1908 850 USD, somit 1.300 Gramm Gold. Ein gehobener Mittelklassewagen kostet inzwischen rund 55.000 Euro, folglich etwa 1.300 Gramm Gold. Anhand solcher Beispiele kann eindrücklich belegt werden, wie solide Gold als Vermögensspeicher funktioniert. Man könnte noch vielerlei alternative Beispiele dazu finden. Wer z. B. am 14.06.2019 1 Kilogramm Gold erwarb, tauschte 38.432,58 Euro in Gold ein. Und in 40 Jahren wird das eine Kilogramm Gold wieder in jede dann existente Währung zurückgetauscht. Die Inflation ist dabei völlig irrelevant.

Die PIM GOLD GmbH mit Geschäftsführer Mesut Pazarci, aus Heusenstamm in Hessen bietet den Kauf der physischer Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Damit können die Chancen verschiedener Edelmetalle kombiniert werden. Die kostengünstige Lagerung im Zollfreilager ermöglicht es den Kunden der PIM, jederzeit ihre Edelmetalle in physischer Form abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Mehr Sicherheit geht nicht.

Bildrechte: Bernd Liebl, Magdeburg


Mesut Pazarci

Gold ist meine Welt. Mit physischem Gold konnte ich viele Kunden Jahr für Jahr nicht nur eine sichere sondern auch eine rentable Anlage bieten. Dadurch erreichte ich überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei meinen Vertriebspartner und in unserem Unternehmen.

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